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Newsletter #65: Dezember 2022

Illustration: © Sarah von der Heide
Liebe BÄM!-Freund*innen,

 

Dinge beim Namen nennen: Feminizide

Familiendrama, was für ein Wort. Ein Leben wie ein Theaterstück: überzeichnet, zu laut, emotional, fremd. Weiße Bildungsbürger*innen schauen es sich an, um mehr über die „Welt, in der wir leben“ zu erfahren und anschließend bei einem Glas Rotwein darüber nachzudenken. Das Stück zeigt emotionale Streits, an deren Ende der Mann liebeskrank über die Stränge schlägt. Vielleicht wollte sie ihn verlassen und so fasste er kurzerhand den Entschluss, sie aus purer Ausweglosigkeit zu töten. Der Antiheld hat sich niemals mit seiner Rolle in dieser Gesellschaft oder innerhalb seiner Beziehung auseinandersetzen können (bildungsfernes Milieu), folglich konnte er ihre selbstbestimmte Entscheidung nicht akzeptieren. Also nimmt er ihr alles, was sie hat: ihr Leben und vielleicht sogar das ihrer Kinder. Das „exotische“ (lies: rassistische) Pendant dazu wäre der Ehrenmord. Er zeigt uns, wie grausam nicht-westliche Kulturkreise sind und welche mittelalterlichen Dogmen in ihnen bis heute gelebt werden. Gott sei Dank ist das „bei uns“ alles nicht so relevant, denn wir sind sexuell selbstbestimmt und leben Geschlechtergerechtigkeit. Oder?
 

 Die Statistiken zu Feminiziden in Deutschland sind so traurig wie eindeutig: Täglich versucht ein Mann seine (Ex-)Partnerin, Schwester, Tochter, Mutter, Nachbarin oder Geliebte umzubringen. Alle drei Tage gelingt es ihm.  Ich bin eine derer, die einen versuchten Feminizid überlebt hat. Meine Mutter hatte weniger Glück.

 

Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. In Deutschland starben 2021 insgesamt 121 Frauen durch sogenannte Partnerschaftsgewalt. Der Instagram-Account @femizide_stoppen zählt im laufenden Jahr die Feminizide in Deutschland. Zum Erscheinen dieses Newsletters sind es 104, der letzte am 25.11.22. Ein kurzer Blick auf weltweite Zahlen reicht, um zu verstehen, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handeln kann. Die Frauenorganisation der Vereinten Nationen UN Women sprach 2020 von einer „Pandemie der Femizide“ und veröffentlichte alarmierende Zahlen dazu: Alle 11 Minuten wird irgendwo auf dieser Welt eine Frau getötet, weil sie eine Frau ist. Im Jahr 2020 waren das 81.000, rund 58% von ihnen starben durch die Hand eines ihnen nahestehenden Mannes. Tendenz steigend. Bei sämtlichen Statistiken ist leider völlig unklar ob und wie trans Frauen, inter oder non-binary Personen aufgenommen werden. Auch die weltweit wachsende Anzahl von Morden an trans Personen ist besorgniserregend.

Über das Wort Feminizid bist du beim Lesen vielleicht gestolpert. Selbst ich musste den Begriff und das dahinterstehende System erst erlernen.
Dabei prägte Diana Russell bereits 1976 den englischen Begriff Femicide, um Frauenmorde durch Männer als soziologisches Phänomen zu benennen. Die Weiterentwicklung zum Begriff Feminizid, wie auch ich ihn verwende, geht auf die mexikanische Anthropologin Marcela Lagarde y de los Ríos zurück, die 2005 durch den Zusatz „ni“ den Zusammenhang von Frauenmorden und Staatsversagen deutlich machte. Weltweit werden Feminizide nicht ausreichend strafrechtlich verfolgt. Feminizide haben System innerhalb patriarchaler Gesellschaften. Sie markieren dort das traurige Ende einer Gewaltspirale, wo Besitzdenken, Machtgefälle und Aggression herrschen.(1)

 

Wir wissen auch deshalb so wenig über Feminizide, da in der Berichterstattung zu ihnen ein Framing stattfindet, das sie als private Phänomene darstellt und nur bestimmten Personengruppen zuzuschreiben versucht. Dazu nutzen Journalist*innen zumeist Euphemismen wie Eifersuchtsdrama, Beziehungstat, Tragödie, Ehrenmord, Familiendrama und weitere unpassende Begriffe.
Die Initiative Gender Equality Media deckt mit Studien, Screenings und Kampagnen mediale Gewalt gegen Frauen, Queers, trans und inter Menschen in Deutschland auf. Sie dokumentieren anhand eines Medienscreenings die Wortwahl von Artikeln zu sexualisierter Gewalt und Feminiziden. Dazu stellen sie fest: „sexistische Berichterstattung ist Gewalt in Worten.“

 

Ich verurteile diese Form der Berichterstattung als aktive Akteur*in bei der Unsichtbarmachung von Gewalt. Auf der einen Seite gilt der journalistische Kodex, über Morde und Suizide aufgrund des befürchteten Werther-Effekts (2) nur selektiv zu berichten. Entscheidet man sich dann doch für eine Meldung, scheint selbst die widerlichste Clickbait-Schlagzeile nicht zu würdelos für den Journalist*innenberuf. So springt man lieber auf die Sensation eines Verbrechens an, anstatt die dahinter liegende gesellschaftliche Verantwortung in den Fokus zu nehmen. Es folgen ein paar Beispiele mit einer dicken Content Note: Schilderungen sexualisierter Gewalt/ Feminizide. Die Artikel sind nicht verlinkt, um nicht noch Traffic auf die Seiten zu bringen. 

  • „Familien-Drama: Kölnerin zeigt Ehemann nach Sex an, vor Gericht die krasse Wende“ (Express, 6.11.2020)
  • „ER SOLL MICHELLE J. († 27) UND IHREN SOHN NIEDERGEMETZELT HABEN. Azubi Dominik (20) kam nachts und tötete…“ (BILD vom 12.11.2020)
  • „(…) STECKT TRAGISCHES BEZIEHUNGS-DRAMA DAHINTER? Nahm ihn die Trennung von seiner ehemaligen Lebensgefährtin so sehr mit, dass er lieber ihren und seinen eigenen Tod, als ein Leben voneinander getrennt hinzunehmen? [sic]“ (Tag24 vom 13.9.2021)
  • „MORD IM ASIA-IMBISS. Vier Kinder sind jetzt Waisen“ (BILD vom 16.10.2022

Die letzte Schlagzeile, die als Anspielung auf den Krimi-Klassiker „Mord im Orient-Express“ gelesen werden kann, ist so ekelhaft, dass mir ehrlich gesagt die Worte fehlen. Es fühlt sich für mich wie ein Schlag ins Gesicht an, so etwas über meine Geschwister zu lesen. Wie man in der Pflicht, eine neutrale Berichterstattung zu leisten, solch beschämende Worte wählen kann, ist mir demnach unbegreiflich.

 

Dabei ist es so wichtig, Feminizide beim Namen zu nennen. Denn erst, wenn wir den Begriff erlernen, können wir ein allgemeines Verständnis davon entwickeln, was er beinhaltet und gesamtgesellschaftlich dagegen vorgehen.(3) Tun wir dies nicht, werden die Opfer gleich zweifach bestraft: einmal durch die erlebte Gewalt und ein zweites Mal durch uns, weil wir sie unsichtbar halten.

 

Donata Rahnenführer für And She Was Like: BÄM!
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Wenn du Opfer von sexualisierter und/ oder häuslicher Gewalt geworden bist, erhältst du hier in Köln Hilfe.

(1) https://www.gender-glossar.de/post/femizid
(2) Der Werther-Effekt bezeichnet in der Medienwirkungsforschung die Annahme, dass die mediale Berichterstattung zu Suiziden zu vermehrten Nachahmer*innen führt. Der Begriff leitet sich von Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ ab, nach dessen Erscheinen sich im 18. Jhd. eine Suizidwelle entwickelte. Der Effekt wird heute kontrovers diskutiert, eine journalistisch gut aufgearbeitete Berichterstattung über Suizide kann zur Verhinderung weiterer beitragen. Quelle:
https://lexikon.stangl.eu/10101/werther-effekt
(3) vgl. Kübra Gümuşays Schilderungen zur Etablierung des Begriffs „sexuelle Belästigung” in: Unlearn Patriarchy, Ullstein Verlag, 2022: S. 20.

 

 
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Eure BÄM!s
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BÄM! News
Launch: Work in Progress. Gespräche über Arbeit

Nach 2 Jahren Arbeit und vielen coronabedingten Aufs und Abs ist es endlich soweit: Wir präsentieren die neue Publikation Work in Progress, die Leonie Pfennig und Luise Pilz herausgeben. 
Am Anfang des Projekts stand die Frage, wie sich die künstlerische, kreative, kulturelle Arbeit in der Pandemie verändert – wie können Künstler*innen sichtbar bleiben, wenn Ausstellungen geschlossen sind und Atelierbesuche nicht möglich? Wie arbeitet es sich im Museumsteam, wenn alle zu Hause sitzen? Wie lassen sich Care-Arbeit, Kinderbetreung und (prekäre) Kulturarbeit unter Pandemiebedingungen unter einen Hut bringen? 
Mit Starthilfe durch ein Coronastipendium und Dank der Unterstützung der Kunststiftung NRW ist aus diesen losen Gedanken eine Publikation geworden, in der Leonie und Luise
Gespräche mit 12 Frauen aus der Kunstszene geführt haben, porträtiert von der Fotografin Nadine Schwickart. Es sind Unterhaltungen über Arbeitsstrukturen und Routinen, Ansprüche und Forderungen, aber auch 12 sehr persönliche und unterschiedliche Werdegänge, die im Gespräch erzählt werden. 

Mit:
 Lisa Klara Arndt, Meryem Erkus, Selma Gültoprak, Fatima Hellberg, Nora Höglinger, Olga Holzschuh, Bettina Marx, Clara Napp, Nada Schroer, Petra Rinck, Vivien Trommer, Luki von der Gracht


112 Seiten, hg. v. Leonie Pfennig und Luise Pilz, Gestaltung Olga Funk, Porträts Nadine Schwickart.
Exklusiver Vorab-Preis bis zum 17.12.2022: 20 Euro (bei Versand zzgl. Porto).

Vorbestellen könnt ihr das Magazin schon jetzt unter bestellung@andshewaslikebam.de, damit erleichtert ihr uns die Planung und die Post geht raus, sobald wir die Magazine von der Druckerei bekommen.

Save the Date:
Am Sa, 17. Dezember von 16–20 Uhr feiern wir den Launch der Publikation bei
funk Magazine, Krefelder Str. 7–9, Köln. 
Kommt zahlreich und bringt gerne Freund*innen und Family mit!

 



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Animation: © Lara Liske
TO DO

Workshops & Talk: ERROR Proyecto, Geschichte des Ausstellens / Geschichte des Nicht-Zeigens

Das Workshop- und Vortragsprogramm Geschichte des Ausstellens / Geschichte des Nicht-Zeigens schlägt eine dreitägige kollektive Reflexion im Bereich der Kunst, der Geschichte und einiger Mikrogeschichten vor, die zwischen dem Konzept des Entdeckens, Organisierens und (Nicht-)Zeigens und dem Wert und Konzept des Versteckens als politische Möglichkeit und als Widerstandswerkzeug für postkoloniale Strategien oszilliert.

ERROR ist ein von Künstler*innen betriebener Raum und Workshop für Forschung, individuelle und kollektive Produktion, Dialog und Ausstellung von Werken, Prozessen und Praktiken von Künstler*innen in Mexiko. Er wird derzeit gemeinsam von Nina Fiocco (Feltre, Italien, 1985) und Oscar Formacio (Cholula, Mexiko, 1989) geleitet. Nina und Oscar sind beide Künstler*innen und arbeiten häufig zusammen, insbesondere mit den Medien der partizipativen Kunst, Installationen und performativen Vorträgen. Seit 2017 produziert und organisiert Error Projekte unterschiedlicher Art, Residenzen für mehr als vierzig Künstler*innen aus verschiedenen Städten Mexikos und Ländern des amerikanischen Kontinents und Europas.
(Auszug Pressetext)
Mit Nina Fiocco & Oscar Formacio


10. Dezember, 17 – 18:30 Uhr: Vortrag | 12. – 14. Dezember: Workshop | 15. Dezember – 15. Januar: Projektpräsentation
Gemeinde Köln | Köln
Mehr Infos | Anmeldung
 

Lesung & Talk: Deise Faria Nunes – Der Mensch im Boot

Lesung und Gespräch mit der Autorin Deise Faria Nunes, moderiert von Glenda Obermuller im Rahmen des Programms NEUE TÖCHTER AFRIKAS der Literaturreihe stimmen afrikas.

Die in Brasilien geborene und aufgewachsene Schriftstellerin, Künstlerin und Forscherin Deise Faria Nunes erkundet in ihrem Essay die pantheistische afro-brasilianische Religion Candomblé. Faszinierend beschreibt Nunes wie im Zuge der nächtlichen Initiationszeremonie erstaunliche Transformationen vonstatten gehen und etablierte gesellschaftliche Praktiken in Frage gestellt werden können.

The Person in the Boat ist einer von 30 Texten, der 2023 in der stimmen afrikas Anthologie NEUE TÖCHTER AFRIKAS erscheinen wird. Am 6. Dezember 2022 wird er erstmals in deutscher Übersetzung vorgestellt.
(Auszug Pressetext)
Tickets sind an der Abendkasse erhältlich (8€, ermäßigt 6€).


6. Dezember, 19:30 Uhr
Alte Feuerwache | Großes Forum | Köln
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Abbildung: privat
 
Ringvorlesung Universität Köln: Durchkreuzt und durchqueert  – Making places / breaking spaces

Mit der Ringvorlesung Durchkreuzt und durchqueert  – Making places / breaking spacesgeht der Fachbereich Gender Studies der Universität Köln den vielschichtigen Verhandlungen von Ver/Ortungen nach und ihren Fragen (fluider) Zugehörigkeiten, Identifizierungen, Involviertheiten und Spielarten des Community Building. Intersektionale und queere Interventionen in eine heteronormativ und rassistisch strukturierte (Stadt)Gesellschaft schaffen Räume und befragen Grenzziehungen und Effekte erneuter Ausgrenzungen.
(Auszug Pressetext)


Donnerstags, 16 – 17:30 Uhr
Hörsaal G | Hörsaalgebäude | Universität Köln | Köln
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Screening: Women Make Film
Vom 2. bis zum 4. Dezember wird die 14-stündige Dokumentation Women Make Film in sieben Blöcken im Kino gezeigt und eine andere Perspektive auf die Filmgeschichte wird eröffnet.

Die Reihe, die einerseits längst hinfällig, andererseits schon wieder veraltet anklingt, soll Ausgangspunkt sein für ein Nachdenken, das sich in andere Diskurse fortführen lässt: über das Verhältnis von Sichtbarkeit und Relevanz, ökonomische Bedingungen und Kreativität oder Konkurrenz und Solidarität. Wie kann ein Kanon aussehen vor dem Hintergrund der sich rasant wandelnden Mediengeschichte? Wer bestimmt, was Qualität, Relevanz, Bedeutung hat? Klar ist: Frauen* haben die Filmgeschichte seit ihrem Beginn an mit gestaltet und geprägt, trotzdem fanden die wenigsten Filme Einzug in den Kanon, sind schlichtweg unbekannt oder wurden bewusst ignoriert. Ihr Beitrag verschwand hinter anderen uns heute bekannte Namen, oder wurde verdrängt in andere Gewerke. Es ist kaum bekannt, dass in den ersten Jahrzehnten der Filmgeschichte weit mehr Frauen* in Regieberufen waren als in jeder nachfolgenden Epoche.
Diese Reihe soll Einblick gewähren in die vergessene, verdrängte, unbekannte Vielfalt eines Jahrhunderts. In über hundert Filmausschnitten vereint die Dokumentation verschiedene Aspekte des Filmemachens von 183 Regisseurinnen.

(Auszug Pressetext)
Initiiert und organisiert von der Niehler Freiheit und dem Lichtspiele Kalk sowie in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien und dem Mimosa Kollektiv

2. – 4. Dezember
Lichtspiele Kalk | Köln
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Reflexionszeit
Die Reflexionszeit geht in die nächste Runde und wir erforschen wieder unsere Gefühle, Gedanken und unser Verhalten. Wir machen es uns gemütlich und beim Schreiben finden wir Ruhe im Kopf und können leichter in unserem Tempo denken. Zeit für dich mit Impulsen von Yvonne Rundio.
Wir treffen uns
online per Zoom mit Notizbuch und Stift. Die Teilnahme kostet 20€.

(Auszug Pressetext)

7. Dezember, 18:30 – 19:30 Uhr
Digital
Mehr Infos und Tickets

 
TO APPLY FOR
Open Call: Art & Motherhood
Von Mitte April bis Mitte Mai 2023 findet im AURA Kunstraum eine Ausstellung zum Thema Art & Motherhood statt. Im Rahmen eines Open Calls können sich Künstler*innen/ Autor*innen/ Lyriker*innen/ Performer*innen mit einem
Beitrag für die Ausstellung bewerben. Es können sowohl Beiträge von Müttern* als auch von kinderlosen FLINTA eingereicht werden, die sich mit der Thematik befassen.

(Auszug Pressetext)

Bewerbung: bis 31. Dezember
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TO SEE


Kunst-Station Sankt Peter: Selma Gültoprak – Terminal, Terminal

Die von Selma Gültoprak eigens für die Kunst-Station Sankt Peter entwickelte Installation Terminal, Terminal bleibt bewusst und sinnbildlich auf dem Boden. Im Mittelschiff der Kirche trägt sie tausende individuelle Flugtickets und Bordkarten zusammen. Die originalgetreu nachgebildeten Dokumente zeugen von Urlaubstrips im Billigflieger, Reisen in der First Class, interkontinentalen Langstrecken – und historischen Ereignissen, die Teil des kollektiven Gedächtnisses wurden, wie die Terroranschlägen vom 11. September 2001. Jedes dieser Tickets stellt ein persönliches Schicksal dar: etwa das der 298 Passagiere des Malaysia Airlines Flug MH17, der 2014 über der Ostukraine von russischen Streitkräften abgeschossen wurde. Oder das der 21-jährigen Elin Ersson, die sich 2018 weigerte, ihren Platz auf dem Flug von Gothenburg in die Türkei einzunehmen, um die Abschiebung von Asylsuchenden nach Afghanistan zu verhindern. Sie erzählen von Abstürzen, Suiziden von Pilot*innen und anderen Katastrophen, aber auch von Rekord-Vielfliegern wie K. Ullas Kamath aus Indien und Fluggesellschaften wie Virgin Atlantic Airlines, deren Crew-Mitglieder die Uniform tragen dürfen, die ihrer Geschlechtsidentität am besten entspricht.
(Auszug Pressetext)

Eröffnung: 4. Dezember, 15 Uhr | 4. Dezember 2022 – 12. Februar 2023
Kunst-Station Sankt Peter | Köln
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Abbildung: Selma Gültoprak: erster Flug / first flight, 1988
 
Mouches Volantes: Planeta – Dark Eros Orchestra

Mouches Volantes präsentiert Planetas erste Einzelausstellung in Deutschland mit dem Titel Dark Eros Orchestra. Die ukrainische Künstlerin hat eine interaktive, raumgreifende, interaktive (Klang-)Installation geschaffen, die aus eigens für den Ausstellungsort entwickelten Skulpturen besteht.
Die Bewegung der Ausstellungsstücke, die durch die Interaktion der Gäste mit den Objekten entsteht, bringt Klänge und damit eine akustische Kooperation von Subjekten und Objekten hervor.


Die Künstlerin Planeta verfolgt einen transmedialen Ansatz, der sich aus performativen, installativen, theatralen, akustischen und anderen sensuellen Elementen zusammensetzt.
Hier findet ihr ein Gespräch zwischen der Künstlerin und der Kuratorin
Ania Kołyszko auf unserer Website.

(Auszug Pressetext)
Kuratiert von Ania Kołyszko

Ausstellung: bis 10. Dezember
Mouches Volantes | Köln

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Abbildung: Grajper
 
Kunsthaus Essen: Liza Dieckwisch, Klara Kayser & Lucia Sotnikova – Zweiter Persönlicher Magnetismus

Zweiter Persönlicher Magnetismus ist eine Ausstellung mit Werken von Liza Dieckwisch, Klara Kayser und Lucia Sotnikova. Im Persönlichen Magnetismus werden die Betrachtenden im Ausstellungsraum desorientiert: Kunstartefakte kreisen um sie herum. Diese Ausstellung ist wechselhaft, launisch, magnetisch, wichtig. Objekte der realen inneren Welt der Künstlerinnen werden wiederholt, spiegeln sich, nehmen sich ernst in ihrer Dopplung, dem Auflösen des Moments der Ausstellung und dem erneuten Formieren: wie Paare, die sich suchen, sich lösen, sich vervielfältigen, sich wollen, beieinander sind und sein müssen – anziehend und privat.
(Auszug Pressetext)


Ausstellung: bis 11. Dezember
Kunsthaus Essen | Essen
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Abbildung: Plakatmotiv
 
MARTINETZ: KLITCLIQUE – Freundschaftspreis
Das Duo aus Wien mischt erneut die Räume von Petra Martinetz auf und bespielt mit seiner Ausstellung Freundschaftspreis das Extrazimmer.

Eröffnung: 2. Dezember, 19 – 22 Uhr | Ausstellung: 3. – 22. Dezember
MARTINETZ | Köln
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Kunstmuseum Bochum: Les Gardiennes
In Les Gardiennes widmen sich die Gastkuratorinnen Lisa Klosterkötter und Alicia Reymond dem Schaffen der Künstlerin Leonor Fini, aus deren Werk sich auch einige Arbeiten im Besitz des Kunstmuseums Bochum befinden, und setzen sie in einen Dialog mit Positionen aus der Gegenwartskunst. Die besondere Architektur des Erdgeschosses des Kunstmuseums verwandelt sich dabei dank der Ausstellungsszenographie von Jakob Engel in eine Bühne, die das Innere des Museums mit dem angrenzenden Gartenbereich verbindet und eine Art Portal in die Welt Leonor Finis eröffnet. Die ausgestellten Werke von Leonor Fini und dem Künstler Frederik Vium werden von einem Performanceprogramm ergänzt, das sich zwischen zwei Schlüsselmomenten bewegt: Die Entfaltung am 3. Dezember 2022 und Der Rückgang am 11. Februar 2023 mit ortsspezifischen Performances von den Künstlerinnen Mayara Yamada sowie Rosanna Graf und Paulina Nolte.
(Auszug Pressetext)

Eröffnung: 3. Dezember, 19 Uhr | Ausstellung: 3. Dezember 2022 – 19. Februar 2023
Kunstmuseum Bochum | Bochum
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kjubh: Victoria Pidust – kjubh-Nietenblattedition #20, 2022
Die jährliche Nietenblatt-Aktion unterstützt die Ausstellungen im kjubh-Kunstverein e.V.
Jede*r, die*der durch eine Teilnahme keine Arbeit aus der Group Show bekommt, erhält ein kjubh-Nietenblatt Nr. 20. Jedes Los gewinnt also. 
„Lose“ können für 50€ erworben werden – wovon  25€ an den Ukrainian Emergency Art Fund gespendet werden.
(Auszug Pressetext)
Künstler*innen: Volodymyr Bevza, Thomas Bayrle, Doris Frohnapfel, Ina Gerken, Thomas Grünfeld, Katharina Immekus, Karen Kipphoff, Romy Julia Kroppe, Jumana Manna, Heide Nord, Thomas von Poschinger, Eberhard Prangenberg, Achim Riechers, Mitja Rietbrock, Timo Schmidt, Natalia Stachon, Totalverlag u.a.

Finissage / Verlosung: 10. Dezember, 18 Uhr
kjubh Kunstverein e.V. | Köln
Mehr Infos

 
TO READ
Krank und selbstständig?
Was bedeutet es, als selbstständige Person krank zu werden? Welche Konsequenzen hat das und was kann gemacht werden? Diesen Fragen widmet sich Frieda von lexfree.
Hier lesen

 
Femxphotographers.org: MIND OVER MATTER
Femxphotographers.orgs zweite Publikation Mind Over Matter richtet den Blick nach innen. Die Körper von Frauen werden häufig sexualisiert, während ihr Verstand verleumdet und ihre Stimmen zum Schweigen gebracht werden. Dies ist historisch und in verschiedenen Kulturen weltweit sichtbar. Mind Over Matter ist ein Buch über weibliches Sehen. Es geht um die Kraft des Geistes, ebenso wie um Träume und Fantasien, Logik und Intuition. Es ist eine Erforschung innerer Stärke, Mut, Entschlossenheit, Willenskraft und Unterstützung in komplexen und individualistischen Serien. Editiert von Roula Seikaly und mit Beiträgen von Fotografinnen des Kernteams, sowie vielen Gastkünstlerinnen und -autorinnen, hat die Publikation den Charakter eines illustrierten Readers.
(Auszug Pressetext)
Erschienen bei
Hatje Cantz.
Zum Buch
 
Julia Shaw: Bi. Vielfältige Liebe entdecken
Viele Menschen fühlen sich zu mehr als einem Geschlecht hingezogen. Und trotzdem bekennt sich kaum jemand dazu. Julia Shaw widmet sich in ihrem neuen Buch der größten sexuellen Minderheit – bisexuellen Menschen. Sie macht Bisexualität in Geschichte, Kultur und Wissenschaft sichtbar und zeigt anhand ihrer eigenen Identitätssuche, warum Bisexualität nach wie vor gesellschaftlich im Schatten steht.
(Auszug Pressetext)
Erschienen bei
Hanser.
Zum Buch
 
Meike Stoverock: Female Choice. Vom Anfang und Ende der männlichen Zivilisation
In der Natur kontrollieren Weibchen den Zugang zu Sex. Die Biologie nennt das FEMALE CHOICE. Bis zur Sesshaftwerdung galt das auch für den Menschen. Doch dann schufen die Männer eine Zivilisation unter Ausschluss der Frauen. Doch die finden langsam zu ihrer natürlichen Stärke zurück. Uralte Geschlechterverhältnisse sind endlich in Bewegung. Die Zeit ist reif, das Zusammenleben von Frauen und Männern neu zu denken.
(Auszug Pressetext)
Erschienen bei
Tropen Verlag.
Zum Buch
 
TO WATCH

Arte: Du gehörst mir! – Das Muster der Frauenmorde
Frauen werden regelmäßig und zunehmend zur Zielscheibe männlicher Aggression. Jeden dritten Tag wird eine Frau in Deutschland und Frankreich von ihrem (Ex)-Partner getötet. „Thema“ widmet sich dieser Problematik und untersucht die Muster von Frauenmorden und vergleicht, wie mit diesen Verbrechen in unterschiedlichen Ländern umgegangen wird.
(Auszug Pressetext)
Anschauen in der Arte Mediathek
 

ARD: DCKS – Die Carolin Kebekus Show vom 17.11.2022: Femizide, Wohnungsnot und Klimademo-Quiz
In der neuen Folge #DCKS wird ausführlich über das Thema „Femizide“ gesprochen. Zugegeben: Das ist kein cooles Comedythema. Aber dafür, dass statistisch gesehen in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Ex-Partner oder Partner getötet wird, ist öffentlich wenig darüber zu hören. Zeit, das zu ändern.
(Auszug Pressetext)
Anschauen in der ARD Mediathek
 

Arte: Re: Frauen auf der Flucht – Zwischen Hoffnung und Gewalt
Weltweit waren 2021 mehr als 84 Millionen Menschen auf der Flucht. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind rund die Hälfte von ihnen Frauen und Mädchen. Durch sexuelle Gewalt, mitreisende Kinder, Schwangerschaft und Menstruation haben sie andere Fluchterfahrungen und Bedürfnisse als Männer. Aber Hilfsangebote speziell für Frauen gibt es bislang kaum. 
(Auszug Pressetext)

Anschauen in der Arte Mediathek
TO LISTEN TO
 
rbb: Die Alltagsfeministinnen – Mehr als ein Job
Karina macht auf der Arbeit viele Dinge, die gar nicht in ihrer Jobbeschreibung stehen: Termine verwalten, Kaffee nachkaufen, für gute Laune sorgen. Anders als ihre männlichen Kollegen – die konzentrieren sich auf ihre Karriere. Bei den Alltagsfeministinnen geht es in dieser Folge um Mental Load am Arbeitsplatz.
(Auszug Pressetext)
Anhören auf rbb
 
TO FOLLOW

Gender Equality Media
Gemeinnützige Organisation
Feminist activists fighting sexism in Media 🌍🎙️📱📺📰. Find us on Twitter & Facebook & Berlin/München✊️✊🏻✊🏼✊🏽✊🏾 #unfollowpatriarchy #stopbildsexism
@ genderequalitymedia

Femizide stoppen!
Bildung
Wir zählen Femizide in Deutschland um auf das strukturelle Problem aufmerksam zu machen, denn Frauenmorde sind keine Einzelfälle, sondern haben System.
 
TO TAKE CARE OF YOURSELF
zusammengestellt von Yvonne Rundio für BÄM!

In diesem Monat:
Grenzen setzen, kommunizieren und wahren, das Gute in der Mittelmäßigkeitm, Zervixschleim und Zyklusbewusstsein, sowie was wir mit Geld machen und Geld mit uns macht.


To Read: We Can Change... our boundaries
Kristen Lisanti: „Every day I have sensitive conversations with leaders at all levels, in which we may explore everything from interpersonal drama to early trauma, but no territory feels so dangerous—even off-limits for some—as the notion of setting, communicating and maintaining a boundary.

(Quelle: Auszug Text)
Zum Artikel

To Read: Über die Vorzüge von Mittelmäßigkeit
Sohra Behmanesh schreibt in ihrer Kolumne: „Das ist wichtig, weil diese patriarchalen, kapitalistischen, klassistischen Dominanzhierarchien so wirkmächtig sind, haben wir Hochleistungsdenken nicht nur für die Lohnarbeitswelt verinnerlicht, sondern sie haben sich auch längst unserer Freizeit und unserer Körper bemächtigt.

(Quelle: Auszug tbd*)
Zum Artikel

To Listen to: Reclaim your Zervixschleim! – Zyklusbewusstsein
Inspiration aus dem Missy Newsletter: „Zyklus und Zervixschleim: Warum beides nicht unbedingt weiblich sein muss und was das Ganze mit unserem Arbeitsalltag zu tun hat, darüber spricht Missy-Kollegin und Autorin Naira Estevez in dieser Folge mit ihrer Gästin Rena Föhr.

(Quelle: Auszug Pissy Podcast)
Zur Podcastfolge

To Read: Wie viel – Was wir mit Geld machen und was Geld mit uns macht
Geld ist nicht alles? Aber Geld ist ziemlich viel: Macht, Status, Lebensgrundlage. Und Grund für ziemlich viele Gefühle: Scham, Neid, Eifersucht. Aber auch Sicherheit, Glück, Freiheit. Was macht Geld mit uns, und was machen wir mit Geld? Mareice Kaiser erzählt ihre eigene Geldgeschichte und trifft Menschen, mit denen sie über Geld spricht.

(Quelle Pressetext Rowohlt Verlag)
Zum Buch

TO DISCOVER
 
Fifty-five Photographers

Habt ihr schon eure Ausgabe unseres neuen BÄM!-Magazins bestellt? 
Fifty-five Photographers versammelt 55 Arbeiten von Fotograf*innen, Künstler*innen und Bildjournalist*innen, mit denen wir die Vielfalt fotografischer und feministischer Bilder aus NRW, aber auch über die Grenzen der Region hinaus sichtbar machen und in Dialog bringen wollen.

Fifty-five Photographers
64 Seiten, 55 Abb.
Hrsg.
And She Was Like: BÄM! e. V.
im Rahmen von düsseldorf photo +
Konzept und Redaktion:
Leonie Pfennig & Charlotte Lang
Art Direktion und Design: Yvonne Rundio

Wir vertreiben Fifty-five Photographers auf Spendenbasis. Der Mindestbetrag, um Porto und Versand zu decken, beträgt 5,00 €.

Mehr Infos + Bestellung
BÄM! Postkarten-Edition

Sarah von der Heide bereichert unseren Newsletter jedes Mal mit ihren wunderbaren Illustrationen von Frauen*, die wir bewundern und euch vorstellen wollen. Damit sie nicht in den Tiefen des E-Mail-Postfachs verschwinden, haben wir uns was überlegt: Ihr könnt sie euch jetzt als Postkartenset nachhause holen. Jedes Set besteht aus 10 verschiedenen Motiven und ist für 10 € zu erwerben.
Seid schnell, denn die Edition ist
auf 100 limitiert. Es ist zugleich die Jahresgabe von 2018 für unsere Fördermitglieder.

Ihr könnt sie euch persönlich bei uns in Köln-Nippes abholen oder bestellen, dann versenden wir sie. Schickt uns dazu einfach eine Mail an 
mail@andshewaslikebam.de.

 
And She Was Like: BÄM!
And She Was Like: BÄM! steht für einen zeitgenössischen Feminismus, der keinem Dogma folgt, Vielstimmigkeit und Diversität lebt, Geschlechter und Generationen verbindet. Wir glauben, dass wir zusammen mehr erreichen können, gesehen und gehört werden. Wir wollen die Sichtbarkeit von Frauen* stärken, Bewusstsein für feministische Themen schaffen und gemeinsam ins Handeln kommen.


And She Was Like: BÄM! e.V.

Gründer*innen:
Lisa Long / Freie Kuratorin
Leonie Pfennig / Kunstwissenschaftlerin & Autorin
Luise Pilz / Kunstwissenschaftlerin & Redakteurin
Lisa Pommerenke / Designerin
Yvonne Rundio / Designerin & Business Coach

Vorstand:
Nelly Gawellek / Kunstwissenschaftlerin
Ilka Helmig / Bildende Künstlerin
Lisa Long / Freie Kuratorin
Lisa Pommerenke / Designerin

Team:
Carolina Arciniegas (Mitgliedschaft & Buchhaltung & Controlling), Mary Bünnagel (Redaktionsteam Website & Social Media), Anne Diestelkamp (Redaktionsteam Website & Übersetzungen), Maike A. Effenberg (Redaktionsteam Website & Social Media), Robert Franke (Redaktionsteam Website), Jana Hielscher (Redaktionsteam Website), Katharina Klapdor-Ben Salem (Projektleitung), Florina Klubach (Redaktionsteam Newsletter), Lisa Alice Klosterkötter (Fundraising & Förderungen), Charlotte Lang (Mitgliedschaft), Leonie Pfennig (Projektleitung), Luise Pilz (Projektleitung, in Elternzeit), Donata Rahnenführer (Redaktionsteam Newsletter & Website), Sarah von der Heide (Illustrationen)
Copyright © 2022 And She Was Like: BÄM!, All rights reserved.