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Newsletter #31: September 2019
Illustration: © Sarah von der Heide
Liebe BÄM!-Freund*innen,



Fusion, LitCologne, Ruhrtriennale – Festivals sind populär, kein Monat vergeht ohne Festivals – braucht es da noch eins, dann noch ein feministisches, dann noch ein Literaturfestival?
Festivals unterhalten, schaffen einen kollektiven Erlebnisraum, bringen Menschen zusammen, können aber auch in einem lockeren Rahmen Bildungsarbeit leisten, Utopien antesten, einen Gesprächsraum eröffnen, der über den Abbruch der Zelte hinaus anhält.
Vor einem Jahr, der Festivalsommer war fast vorbei, der Abend hatte gerade angefangen, stießen wir an und sagten: Ja, es braucht noch ein Festival und ja, ein feministisches, und ja: ein Literaturfestival! Eins mit Programm und Agenda, eins, das nicht nur vorlesen lässt, sondern erforscht, in den Dialog mit benachbarten Künsten tritt und so den male gaze des Literaturbetriebs und anderer Künste angreift. 
Und weil 
nicht nur Nazis rassistisch sind und nicht nur Alte Weiße Männer™ sexistisch, weil diese Strukturen unsere Gesellschaft als Ganzes durchziehen, wollen wir die
bestehende männlich dominierte (literarische) Kultur in Bezug auf ihre gesamtgesellschaftliche Präsenz befragen.

 
Ja, wir müssen 
Frauen zählen und so sichtbar machen, wie ungleich der Literaturbetrieb noch aufgestellt ist. Ja, wir müssen uns fragen, wie viele Bücher von Autor*innen wir lesen, welche kanonisiert werden und wieso die meisten Leser*innen eben doch noch ein white male bookshelf im Wohnzimmer stehen haben. Ja, wir müssen den male gaze der Literaturkritik sichtbar machen und durch feministische Aktionen, wie gerade unter dem Hashtag #dichterdran geschehen, entautomatisieren. Ja, wir müssen
bewusst an einem weiblichen Kanon arbeiten; den Professor, den Kumpel, den Partner fragen, warum er nur männliche Autoren empfiehlt und warum überwiegend Texte von Männern auf den Lektürelisten in Schule und Studium stehen.
 
Warum? Mal ein Beispiel aus der Literaturkritik:
 

„Bei einer so frühreif klingenden, jungen Autorin teilt sich das Publikum in Lager: Die eine Hälfte steht applaudierend da, die andere wünscht sich, wie bei den Kinderstars der Vergangenheit (Shirley Temple, Bonnie Langford, et al), sie würde endlich aufhören und die Klappe halten. White Teeth ist das literarische Äquivalent einer hyperaktiven, rothaarigen, steppenden 10jährigen.“ Zu diesem Urteil über Weiße Zähne, den Debütroman der bis dahin unbekannten, 24-jährigen Zadie Smith kam nicht etwa die Literaturkritik, sondern die Autorin selbst. Und das, obwohl über Weiße Zähne bereits viel geschrieben worden war. Der britische Harvard-Professor James Wood nannte ihren Stil sehr exponiert 
„hysterischer Realismus”. Diese Kategorie ist erst auf den zweiten Blick misogyn: Wood fasste darunter auch Texte von Autoren wie Salman Rushdie, Thomas Pynchon, Don DeLillo und David Foster Wallace. Wie problematisch die Zuschreibung „hysterisch“ ist, weiß man, wenn man den ursprünglichen Bedeutungskontext der Hysterie kennt: Hysterie bezeichnete ursprünglich eine durch Männer diagnostizierte und nur bei Frauen auftretende, psychische Störung, die angeblich durch die Wanderung der Gebärmutter ins Gehirn ausgelöst wird. Im 19. Jahrhundert wurde das Konzept durch (pseudo-)wissenschaftliche Ansätze aktualisiert und pathologisierte dann auch selbstbestimmtes, weibliches (Sexual-)Verhalten. Und so verwendet Wood, um deutlich zu machen, dass ihm in diesem Schreibstil etwas „zu viel“ ist – es werden zu viele Haupt- und Nebenhandlungen, zu viele Spuren und Verweise angelegt  – eine sexistische Form der Kritik, die bereits in der Antike Frauen abwertete, die sich nicht der durch den Mann zugeschriebenen Rolle entsprechend verhielten und zu viel Raum einnahmen.
 
Warum Zadie Smith über ihren eigenen Roman so hart urteilt, können wir nur mutmaßen. Vielleicht hat es etwas mit dem ungnädigen Blick auf sich selbst zu tun, den Elisabeth Raether in 
Neue Deutsche Mädchen beschreibt; ein Blick, der so individuell verschuldet wirkt und sich doch systematisch und ständig zeigt. Raether beobachtet, „
dass Frauen sich offenbar auch dann ihrer Sache nicht sicher sind, wenn sie damit Erfolg haben. Dass es offenbar für viele Frauen dazugehört, immer und überall, selbst in der Öffentlichkeit, ihre Schwächen und Makel zu thematisieren“ (S. 138). Kennt man ja selbst: Omnipräsentes Hochstaplersyndrom, das wohl eher HochstaplerINNENsyndrom heißen könnte, denn vor allem (erfolgreiche) Frauen leiden unter dem Gefühl der Unzulänglichkeit und unterschätzen ihre Leistungen. Mit welcher Erwartungshaltung tritt man also an sein eigenes Schaffen? Welche kritische Reflexion ist wichtig, ab wann machen wir uns kleiner als wir sind? Und wen lasse ich über meine Leistungen urteilen? Denn die eigene Wahrnehmung als Frau ist weiterhin eine androzentrisch-vergiftete, eine vom Mann aus gedachte, wie Zadie Smith in Bezug auf die Darstellung von Frauen im Louvre feststellt: „In room after room at the Louvre we will find painted women receptive to our gaze, applying for it, offering themselves up for judgement.“
Zadie Smiths Debüt jedenfalls hat sich über 842.000 Mal verkauft, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, verfilmt und vom TIME Magazine als einer der wichtigsten 100 englischsprachigen Romane (1923–2005) kanonisiert.
 
Und auch, wenn wir mal im Feuilleton nicht über den aktuellen literarischen Shooting Star Sally Rooney als „aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen“ (
Martin Ebel für den Tages-Anzeiger) lesen, müssen wir uns fragen, wie wir die Literaturwelt nach #metoo in Produktion, Rezension und Rezeption umgestalten und verändern können. Die Plattform Goodreads fand durch eine Umfrage heraus, dass die 
Leserschaft von Autorinnen zu 80% aus Frauen* besteht, die von Autoren zu 50%.

Ein ausschlaggebender Faktor wird dabei weniger sein, dass Frauen* „weibliche“ Literatur schreiben und Autoren Themen verhandeln, die alle betreffen, sondern dass Verlage und Medien genderspezifische Rahmungen vornehmen, die auch die individuelle Geschmacksbildung, das Leseverhalten und die Wahrnehmung beeinflussen. Würde die literarische Öffentlichkeit das Buch einer Frau über die Herausforderungen von Ehe und Elternschaft als „Sperrfeuer an gedanklichen Anregungen framen, oder geht das nur in Verbindung mit der Autorschaftsautorität eines Karl Ove Knausgård?
 
Die Autorin und Wissenschaftlerin Siri Hustvedt bemerkt, 
dass über unbewusste Vorurteile nun ständig geschrieben wird, die wichtige Frage aber nicht sei, ob es sie gibt, sondern wie sie in uns wirken. Dabei ist Lesen eine von vielen kulturellen Praktiken, die uns aufzeigt, welche gesellschaftlichen Vorstellungen wir von Weiblichkeit und Männlichkeit haben. 
Wenn der Literaturprofessor Moritz Baßler also etwas ratlos fragt, ob das 
Debüt von Karen Köhler denn überhaupt Literatur sei („und so sieht’s ja wohl aus“), dann ist das vielleicht auch ein Symptom einer Gesellschaft, die kaum Bücher von Frauen liest und bei den wenigen, die an die Oberfläche dringen, plötzlich den Literaturbegriff erneuern muss. (Autor-Autorin-Quoten der Herbsterscheinungen 2019: Rowohlt-Hardcover: 12:1; Suhrkamp: 26:15, C.H.Beck-Sachbücher: 15:3.)
 
Über alle diese Dinge
wollen wir reden: An drei Tagen beschäftigen wir uns in der Alten Feuerwache Köln mit Selbst- und Fremderzählungen von Autorinnen, stellen kritische Fragen nach Kanonisierungsprozessen in den Kunstwissenschaften und in der Gegenwartsliteratur, untersuchen kritisch alternative Schreibpraktiken in Form von politischen Anthologien, fragen, ob Autoren die Geschichte von Frauen* erzählen sollen und dürfen. Im Austausch mit benachbarten Künsten – FilmPerformanceSoundinstallation 
und Tanz – fragen wir künstlerisch-forschend nach
kreativen Bewältigungsformen. Dabei ist es uns ein Anliegen, bewusst Räume zum Austausch und Kennenlernen zwischen den eingeladenen Akteur*innen und dem Publikum zu schaffen, zum Vernetzen und Kooperieren – wie etwa bei unserem Banden-Brunch.
 
Wir hoffen darum, viele von Euch Ende September zu treffen.
Ihr findet uns vom
27. – 29. September 2019 im Bürgerzentrum der Alten Feuerwache in Köln und bis dahin im Internet.
 
Svenja Reiner & Sonja Lewandowski
Künstlerische Leitung des Literaturfestivals INSERT FEMALE ARTIST




Tipps und Termine für den nächsten Newsletter könnt ihr uns gerne bis zum 25. September an news@andshewaslikebam.de schicken. 

Feedback und Anregungen sind ebenfalls sehr willkommen! Lasst uns an euren Gedanken und Erfahrungen teilhaben!


Und natürlich: gerne weitersagen und weiterleiten. Hier könnt ihr euch anmelden.

Mehr zu uns auf
www.andshewaslikebam.de, Facebook und Instagram.

Wir hören, sehen, lesen voneinander … auf bald,

Leonie, Lisa und Lisa, Luise, Yvonne und Florina

BÄM! News

BÄM! meets: Geliebte Parasiten im PförtnerInnen*häuschen
Lena Trost: Glass-Tasting



Auch wenn in der Kunst von allen der Sehsinn wohl am meisten gefordert ist, findet auch der Geruchssinn immer mehr Beachtung. 
Mit dem vermeintlich flüchtigen und bisher vernachlässigten Phänomen des Geruchs setzt sich auch die Künstlerin
Lena Trost auseinander und lädt am 19.9.2019 ab 17:30 Uhr zu einem Glass-Tasting ein. Die olfaktorische Sinneswahrnehmung der Besucher*innen wird herausgefordert, indem sie Glas unter verschiedenen Bedingungen verkosten dürfen. In der Interaktion werden sie somit selbst Teil des künstlerisch-wissenschaftlichen Prozesses von Lena Trost. Begleitend werden Werke der Künstlerin im PförtnerInnen*häuschen ausgestellt.


19. September, 17:30 – 21 Uhr | Alte Feuerwache | PförtnerInnen*häuschen auf dem Hof | Melchiorstr. 3 | 50670 Köln 
Eintritt frei

 

Insert Female Artist Festival
Eintreten & Anstoßen


Wir freuen uns, euch gemeinsam mit dem Insert Female Artist Festival zum Austauschen und Kennenlernen im Rahmen der Auftaktveranstaltung einzuladen!
Das Festival erschafft eine Begegnungsraum, in dem Kreative aus der Literaturszene mit Akteur*innen anderer Kreativbranchen zusammenkommen, um feministische Formen voranzutreiben. Genau unser Ding, deshalb machen wir vor dem offiziellen Festivalauftakt gemeinsame Sache mit den Macher*innen von
Insert Female Artist und laden euch auf ein Getränk und zum Austausch ein.


27. September, 18:30 Uhr | Alte Feuerwache | Proberaum | Melchiorstr. 3 | 50670 Köln
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TO DO

ASSATA im Hof

ASSATA droht die Räumung! Solidarisiert euch und unterstützt das feministische Kollektiv bei ihrem bunten Programm. Es wird 21 Veranstaltungen geben, u. a. Filmvorführungen, Diskussionen und Workshops.

2. – 28. September
ASSATA im Hof | Kartäuser Wall 18 | 50678 Köln
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The Polarity Party

In The Polarity Party trifft choreographische Praxis auf Konfliktlösung: Es gibt keine Bühne, sondern ein interaktives Event. Und es gibt keine Zuschauer*innen, sondern aktive Teilnehmer*innen. Einfache Aktionen wie Gehen, Sitzen, Lesen oder Sprechen regen zum Reflektieren an: Wo und wie entsteht Polarisierung? Welche Rolle spielen wir in ihrer Entstehung und Entkräftung?
(Auszug Pressetext)


5. September, 19 Uhr
Stadthalle Köln-Mülheim
| Jan-Wellem-Str. 2 51065 Köln
Mehr Infos und Tickets 

 

Alice Hasters kommt vorbei

Anhand persönlicher Erfahrungen schildert Alice Hasters in ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten wie Rassismus seit jeher ihr Leben, ihren Alltag durchdringt: ob Kindheit, Schule, Freund*innen, Körper, Liebe oder Familie. Rassismus ist nicht nur der Skinhead mit Springerstiefeln, Rassismus lauert verborgen in jedem Menschen – es wird Zeit, dass wir darüber sprechen.
(Auszug Pressetext)
Das Buch erscheint am 23. September, am 26. liest Alice in Köln.


26. September, 19:30 – 21:30 Uhr
Buchladen Neusser Straße | Neusser Str. 195 & 197 | 50733 Köln

Mehr Infos und Tickets per E-Mail oder telefonisch unter (0221) 73 77 06 für 10 €

 
Ausschreibung: iPortunus
Die dritte Ausschreibungsrunde des Austauschprogramms für Künstler*innen im Rahmen des EU-Programms Creative Europe.

Bewerbung bis 5. September
Mehr Infos

 
Call for entries: Stipendien für Musikerinnen mit Kinds
Das Frauenkulturbüro NRW vergibt alle zwei Jahre das Stipendium Präsenz vor Ort.

Bewerbung: bis 16. September
Frauenkulturbüro NRW

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Call for entries: Stipendium der Dr. Dormagen-Guffanti-Stiftung
Das mit 10.000 € dotierte Stipendium richtet sich diesmal an Künstler*innen aus dem Bereich Skulptur/Installation.

Bewerbung: bis 30. September
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Call for entries: Professur für Cooperated Design 
Die FH Dortmund hat eine Professur für Corporate Design ausgeschrieben.

Bewerbung: bis 2. Oktober
FH DortmundMehr Infos
 
DEMASK
Das intersektionale Kollektiv DEMASK hat sich mit dem Ziel gegründet, vorherrschende Vorstellungen von Geschlecht*ern aus einer queeren Perspektive of Color zu hinterfragen und Rassismus in Diskursen um Schwarze und Geschlechtlichkeiten of Color zu „demaskieren“. Das Kollektiv startet mit einer Veranstaltungsreihe aus Filmvorführungen, Panel-Diskussion, Workshops und Performances mit anschließender Party im Oktober.

3. – 6. Oktober
DEMASK

 
Call for entries: Mentoring
Bewerbt euch für das Mentoringprogramm für weiblichen Führungsnachwuchs in NRW. 

Bewerbung: bis 7. Oktober
KIM – Kompetenz im Management
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TO SEE
 
Maskulinitäten

Mit Maskulinitäten schließen sich der Bonner Kunstverein, der Kölnische Kunstverein und der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf zu einem internationalen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Publikationsprojekt zusammen, um Konzepte von Maskulinität mit und aus der zeitgenössischen Kunst heraus zu untersuchen. Gemeinsam wird der Frage nachgegangen, wie eine feministische Ausstellung über Männlichkeit aussehen könnte. 
(Auszug Pressetext)

Ausstellungen bis 24. November
Bonner Kunstverein | Hochstadenring 22 | 53119 Bonn 
Kölnischer Kunstverein | Hahnenstr. 6 | 50667 Köln 
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf | Grabbeplatz 4 | 40213 Düsseldorf 
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Julia Stoschek Collection
A.K. Burns – Negative Spaces


Ausgangspunkt von A.K. Burns interdisziplinärer Praxis ist der Körper, der vor dem Hintergrund des Neuen Materialismus sowie aktueller queerer und feministischer Theorien zum kontrovers umkämpften Schauplatz soziopolitischer Verhandlungen wird. Burns setzt sich tiefgehend mit Fragen von Materialität und (Re)produktion auseinander und untersucht, wie die Ausübung von Macht mit dem Körper – seinen Funktionen, physiologischen Prozessen, Empfindungen und Freuden – verbunden ist. Der Körper ist für Burns kein Objekt mit festgelegten Grenzen und Eigenschaften; er ist stattdessen multivalent und porös, dringt in seine Umwelt vor und ist im Gegenzug von ihr durchdrungen.
(Auszug Pressetext)


Eröffnung: 5. September, 18 – 22 Uhr | Ausstellung: 6. September – 15. Dezember
Julia Stoschek Collection | Schanzenstr. 54 | 40549 Düsseldorf 
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Bild: A.K. Burns, Negative Space Poster (Detail), Courtesy of the artist, Callicoon Fine Arts and Michel Rein Gallery.
 

Kunstmuseum Bonn
Jetzt! Junge Malerei in Deutschland


Kein künstlerisches Medium hat so viele positive wie negative Zuschreibungen erlebt wie die Malerei. Mit dem Ausstellungsprojekt Jetzt! Junge Malerei in Deutschland unternehmen das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden, die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser und die Deichtorhallen Hamburg den Versuch, den aktuellen Stand des Mediums zu bestimmen. Ziel ist es, einen gültigen Querschnitt durch die junge in Deutschland produzierte Malerei zu geben und dabei all ihre Erscheinungsformen zu berücksichtigen.
(Auszug Pressetext)


Eröffnung: 18. September, 19 Uhr | Ausstellung: 19. September – 19. Januar 2020
Kunstmuseum Bonn | Museumsmeile | Helmut-Kohl-Allee 2 | 53113 Bonn
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Bild: Vivian Greven, Leea, 2017, Öl auf Leinwand, 120 x 110 cm, Privatsammlung Setareh, Foto: die Künstlerin
DC Open
Die DC Open finden vom 6. bis zum 8. September in Köln Und Düsseldorf statt. Ein paar besondere Highlights wollen wir euch auf gar keinen Fall vorenthalten. Die Eröffnungen finden alle am 6. September statt.
SETAREH
Bettina Marx – A solid into a liquid


Ausstellung: 6. September – 5. Oktober
SETAREH | Königsallee 27 & 31 | 40212 Düsseldorf
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Bild: Bettina Marx: Bo, 2019
 
MARTINETZ 
Mary-Audrey Ramirez – Kill them all and come back alone


Ausstellung: 6. September – 18. Oktober
MARTINETZ | Moltkestr. 81 | 1. Stock | 50674 Köln
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Bild: Mary-Audrey Ramirez, KILL THEM ALL AND COME BACK ALONE, 2019, photo/editing: Ash Higginson /Julie Wieland
 
AK-Raum
Natascha Schmitten – Colibria


Eröffnung: 6. September, 19 Uhr Ausstellung: 7. September – 19. Oktober
AK-Raum | Wißmannstr. 30 | 50823 Köln
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Bild: Natascha Schmitten: Supersaturation; 2019; Tusche, Öl auf Nylon; 130 x 100 cm; Foto: Mareike Tocha

 
Galerie Rupert Pfab: Julia Bünnagel, Alfonso Hüppi, Haleh Redjaian, Elisabeth Sonneck – Cross the Line: Zeichnungen und Zeichen im Raum

Ausstellung: 6. September – 9. September
Galerie Rupert Pfab | Ackerstr. 71, Ecke Birkenstr. | 40233 Düsseldorf
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Delmes & Zander: Helga Goetze – Ficken ist Frieden
Helga Goetzes Credo lautete: „Ficken ist Frieden“, eine Aussage, die in ihren mehr als 3000 Gedichten, Zeichnungen, erotischen Tapisserien und in ihrem Aktivismus immer wiederkehrt. In ihr umfangreiches Werk ist eine Überzeugung, eine gewisse Form des Glaubens, eingeschrieben – Sex als Pfad der Erkenntnis zu den unsichtbaren, verborgenen, unbegreiflichen Facetten unseres Daseins und unserer Existenz.
(Auszug Pressetext)

Eröffnung: 6. September, 16 – 22 Uhr | Ausstellung: 7. September – 30. Oktober
Delmes & Zander
 | Lindenstr. 20–22 | 50674 Köln
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Dortmunder Kunstverein: Gijs Milius – Der Kampf der Kinder
Zugleich komisch, architektonisch und filmisch sind die Bilder und Installationen des niederländischen Künstlers Gijs Milius (*1985 in Utrecht, lebt und arbeitet in Brüssel). Gemälde, Pastellzeichnungen und Skulpturen halten fremdartige Figuren in surrealen Bildräumen fest und erzeugen die Illusion von Zeit, als hätte eine Filmkamera für einen Moment angehalten. Hinter flippigem Humor und kinematografischer Magie verborgen, schildern Milius‘ Arbeiten sowohl Isolation als auch die Absurdität der Dinge des Lebens.

(Auszug Pressetext)

Eröffnung: 5. September, 19 Uhr | Ausstellung: 6. September – 10. November
Dortmunder Kunstverein | Park der Partnerstädte 2 | 44137 Dortmund
Mehr Infos

 
Kunsthalle Gießen: Matthew Crowan – The Scream of the Strawbear
In seinen Fotografien, Videos, Installationen und Performances beschäftigt sich Matthew Cowan mit europäischen Bräuchen und der Rolle, die sie heute spielen. Rituale, Kleider und Kostüme sind dabei zentral. In der Ausstellung „The Scream of the Strawbear” verarbeitet der neuseeländische Künstler unterschiedliche Traditionen aus Gießen und der Umgebung und setzt sie in den Kontext der zeitgenössischen Kunst. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums kooperiert die Kunsthalle Gießen mit dem Oberhessischen Museum, wo Cowan erstmalig den Heidenturm künstlerisch bespielt.
(Auszug Pressetext)

Eröffnung: 6. September, 19 Uhr | Ausstellung: 7. September – 17. November
Kunsthalle Gießen | Berliner Platz 1 | 35390 Gießen
Mehr Infos

 
TO READ
 
Weg mit Kindern!
Was es bedeutet, Kinder in bestimmten Bereichen zu verbieten und welche Auswirkungen das hat, könnt ihr auf ZEIT.de nachlesen.
 
Alltagsrassismus
Vier Menschen erzählen von alltäglicher Diskriminierung. Unbedingt hier auf Fluter lesen!
 
Eure Heimat ist unser Alptraum
Wie fühlt es sich an, tagtäglich als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus? 
Eure Heimat ist unser Alptraum ist ein Manifest gegen Heimat mit Texten verschiedener Autor*innen.
Ullstein, Hardcover mit Schutzumschlag, 208 Seiten
ISBN-13 9783961010363, 20 €

 
Toni Morrison
Die Autorin und Nobelpreisträgerin ist Anfang August verstorben. Einen Rückblick auf ihr Leben(swerk) wirft The Guardian.
 
Frauenpower
Das Baltimore Museum wird im ganzen Jahr 2020 ausschließlich Kunst von Frauen zeigen! Finden wir super, hier mehr dazu!
 
&Walsh
So heißt die Kreativagentur der Designerin Jessica Walsh, auf der sie auch schon zwei tolle Artikel veröffentlicht hat. Nummer 1 und Nummer 2!
 
Decolonization?
Diesen Begriff hört man immer mehr im Design-Bereich. Aber was genau bedeutet das? Aufklärung gibt es hier!
 
Diskriminierung geschieht oft unabsichtlich
Wie weit darf Karikatur gehen? Ein Kommentar zu der Karikaturistin Franziska Becker von Sibel Schick auf Spiegel Online.
 
I’m not white, I’m Jewish: Standing as Jews in the fight for racial justice
Paul Kivel erklärt die komplexe Verschränkung von Rassismus und Antisemitismus. Hier nachzulesen!

 
Man-made disaster
Ein wunderbarer Beitrag auf Do the Green Thing, warum das Patriarchat den Planeten zerstört. Hier mehr!
TO WATCH
 
Feminists: What were they thinking?
Die neue Netflix-Dokumentation gibt einen Einblick in die Frauenbewegung der 70er-Jahre. Für unseren Geschmack leider zu eindimensional und Nostalgie-schwelgend geraten, aber macht euch selbst ein Bild. 
Tupoka Ogette
Die Rede „Warum rassismuskritisch denken lernen wichtig ist” von 2017 ist auch heute noch brandaktuell.
TO LISTEN TO
 
Todrick – Nails, Hair, Hips, Heels
Im letzten Newsletter haben wir euch von der Autorin Roxane Gay berichtet, jetzt gibt es auch einen Beitrag über sie auf Deutschlandfunk.
 
Die Gynäkologin Dr. Sheila De Liz im Interview mit Laura Seiler
Natasha A. Kelly bei döner and roses
In this episode, writer, activist and artist Natasha A. Kelly talks about Black feminist thoughts, current struggles and debates in Germany and why only an antiracist feminism can be intersectional.
 
Taylor Swift – You Need To Calm Down
TO FOLLOW
Feminist Internet ist ein Kollektiv, das sich für die Gleichberechtigung im Internet stark macht 
@feministinternet

 
TO DISCOVER
 


BÄM!-Edition von Isabella Fürnkäs

Die erste BÄM!-Edition hat Isabella Fürnkäs für uns gestaltet. Eine wenige Exemplare haben wir noch, sichert euch schnell noch euer Unikat! Weitere Infos auf unserer Website

Herzlichen Dank! 

And She Was Like: BÄM! wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln.



 
And She Was Like: BÄM!
And She Was Like: BÄM! steht für einen zeitgenössischen Feminismus, der keinem Dogma folgt, Vielstimmigkeit und Diversität lebt, Geschlechter und Generationen verbindet. Wir glauben, dass wir zusammen mehr erreichen können, gesehen und gehört werden. Wir wollen die Sichtbarkeit von Frauen stärken, Bewusstsein für feministische Themen schaffen und gemeinsam ins Handeln kommen.


And She Was Like: BÄM!
Leonie Pfennig / Kunstwissenschaftlerin 
Lisa Long / Kuratorin
Lisa Pommerenke / Designerin
Luise Pilz / Kunstwissenschaftlerin 
Yvonne Rundio / Designerin 

 
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