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Three years Habibi.Works! Drei Jahre Habibi.Works! 
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Soup and Socks
August 2019 - drei Jahre Habibi.Works!
[Please find the ENGLISH VERSION below]
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

vor drei Jahren, im August 2016, begannen wir nach drei Monaten der Planung, das Projekt Habibi.Works in die Tat umzusetzen. Habibi.Works war und ist Realität gewordene Antwort auf eine konkrete Notlage im Norden Griechenlands. Heute stehen neben den sieben Werkstätten im Hauptgebäude auch eine Bücherei, der Dome, die Fahrrad-Werkstatt und der Community Garten. Menschen aus 27 verschiedenen Ländern, die in vier verschiedenen Camps und Unterkünften für Geflüchtete wohnen, haben Zugang zu Werkzeugen, Materialien, Bildung und einer freundlichen, warmen Plattform auf der sie anderen begegnen können. Habibi.Works ist ein ambitioniertes Unterfangen, getragen nicht durch große Internationale Organisationen, Regierungen, religiöse Organisationen, sondern durch die Zivilbevölkerung, durch Menschen in Ländern Europas und anderen Teilen der Welt. Es ist der Beweis, dass Dinge sich ändern lassen. Dass alle etwas bewegen können. Dass menschenwürdige Antworten auf eine Krisensituation möglich und nicht einmal astronomisch teuer sind - es braucht Solidarität, eine Idee, harte Arbeit und Mut, die Dinge anzupacken. Durch eure Unterstützung und unser hoch motiviertes Team sind wir nach drei Jahren eine von den zwei kleinen, unabhängigen Organisationen, die nach drei Jahren von über 20 verschiedenen Initiativen in dieser Region nach wie vor im Einsatz (und dazu sehr erfolgreich) sind. 

Dieser Newsletter besteht aus drei Teilen: Im ersten Teil feiern wir gemeinsam die Erfolge der letzten drei Jahre, der zweite Teil gibt Einblick in die größten Herausforderungen, die es zu bewältigen galt. Im dritten Teil werden wichtige Fragen nach den Zukunftsplänen gestellt. Wohin soll sich Habibi.Works entwickeln? Worauf sollten wir uns konzentrieren? Eure Gedanken, Ideen und Erfahrungen sind gefragt. Denn nach wie vor gilt: Dieses Projekt gehört allen, die es unterstützen! 
Teil 1: Erfolge - es gibt Grund zum Feiern!
Manchmal ist es wichtig, einen Moment lang inne zu halten und sich bewusst zu machen, wie viel in den letzten Jahren durch die Arbeit von Soup and Socks e.V. erreicht wurde. Hin und wieder ergeben sich diese Momente, zum Beispiel am Ende eines erfolgreichen Arbeitstages in den Werkstätten von Habibi.Works, nachdem die Maschinen und die Musik verstummt und alle Maker als wahre Parade mit wunderschönen Möbelstücken, Kleidern, geliehenen Büchern, neuen Kenntnissen in den Bereichen IT, Design, Naturwissenschaften oder vielen anderen Errungenschaften aus dem Habibi.Works Gebäude ausgezogen sind. Die Hühner und Enten auf dem Hof genießen die letzten Sonnenstrahlen, die Hunde liegen träge im Schatten, die Luft ist erfüllt vom Summen unserer Bienen und dem Duft der Minze aus dem Gemeinschaftsgarten. Die bunte Fassade von Habibi.Works leuchtet im Abendlicht, das Team sitzt müde aber zufrieden auf der Veranda und im Ofen warten die köstlichen Überbleibsel des Mittagessens darauf, als Abendbrot verzehrt zu werden. In diesen Momenten ist es leicht sich zu Bewusstsein zu führen, welchen Unterschied Habibi.Works in einem Kontext macht, in dem Menschen in Camps wie in Gettos leben, keine Entscheidungsgewalt über ihre Zukunft und kaum Zugang zu Bildung, zum Arbeitsmarkt und zur Mehrheitsbevölkerung haben. 
In jedem Jahr seit der Gründung hat das Projekt über 1000 Menschen eng auf ihrem Weg durch ein schwieriges Kapitel ihres Lebens begleitet. Das sind über 3000 Personen. Die Anzahl der hergestellten Möbelstücke, Kleider, der abgeschlossenen Fortbildungskurse, der geteilten Mittagessen, der reparierten Fahrräder, der Momente des gegenseitigen Respekts und der gegenseitigen Unterstützung gehen ins Unermessliche. Rechnet man die durchschnittliche Anzahl der Familienmitglieder dieser Personen mit, deren Lebensqualität durch die Existenz von Habibi.Works gestiegen ist, die von den Gegenständen, neuen Fähigkeiten und Errungenschaften profitiert haben welche in den 11 Werkstätten angefertigt und ermöglicht wurden, ergeben sich über 10.000 Leben, die durch eure Unterstützung innerhalb dieser Zeit berührt wurden. Aber Habibi.Works hat nicht nur eine positive Wirkung auf die Lebensqualität und den Zugang zu Bildung der Nutzerinnen und Nutzer, sondern auch auf ihre mentale Gesundheit. Menschen, die für Jahre in die Position des passiven Wartens gezwungen sind, die auf einen einzigen Aspekt ihrer Biographie beschränkt werden (Flüchtling sein), brechen mit Vorurteilen und befreien sich von Stigmata, gewinnen Entscheidungshoheit über ihren Alltag zurück und definieren ihre Identität wieder selbst - eben nicht nur als Menschen auf der Flucht, sonder als Schreinerinnen und Schreiner, Designerinnen und Designer, IT-Expertinnen und -Experten. 

Seit der Entstehung ist das Projekt stetig gewachsen und hat an Struktur und Routine gewonnen. Neben 11 Arbeitsbereichen gibt es auch besondere Unterfangen wie das Bildungsprogramm Science Wednesday, den Kinder Club "Team Environment", die Kollaboration mit dem Programmier-Projekt PAZ.ai, das Pilotprojekt Home.Work, die Marathonläufe, verschiedene Ausstellungen und das Programm NetWorks. All diese großen und kleinen Erfolge sind Gründe zum Feiern! 
Nicht nur für die Personen, die Habibi.Works als sogenannte "Maker" ( = Macher) nutzen, macht das Projekt einen Unterschied: Euer Team und Experten-Netzwerk besteht aus mehr als 120 Expertinnen und Experten aus 16 verschiedenen Ländern, deren Sicht auf die Welt, deren Narrative über "Flüchtlinge" sich nach ihrem Einsatz in diesem besonderen "Maker Space" positiv verstärkt oder verändert hat. Menschen aus allen Berufsgruppen und Altersklassen kehren nach ihrer Zeit in Habibi.Works in ihre Heimatländer zurück, motiviert weiter für Veränderung zu arbeiten, sich stark zu machen gegen Diskriminierung und Hass, und andere zu ermutigen, selbst aktiv zu werden. Dieser positive Effekt, der sich langsam aber sicher ausbreitet, darf in Zeiten, in denen Individuen und Organisationen bedroht und bestraft werden weil sie im Mittelmeer Menschenleben retten, keinesfalls unterschätzt werden! Wir leben in einem Kapitel der Geschichte, in dem Werte wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität in Europa vielerorts nicht ausschlaggebend für politische Entscheidungen sind. Es ist ein Kapitel in der Geschichte, das wir - läge es bereits hinter uns - (hoffentlich) aufs Schwerste verurteilen würden. Umso wichtiger ist es, dass heute nicht nur die hasserfüllten Stimmen in Europa gehört werden, dass die Geschichten im öffentlichen Raum nicht von Angst und Wut bestimmt werden, sondern dass auch positive Geschichten auf die Bühnen der Welt treten, dass wir laut werden auch wenn wir für und nicht nur wenn wir gegen etwas sind. Hier haben wir meiner Meinung nach eine riesige Verantwortung, das Narrativ unserer Zeit zu gestalten, die Stimmung in unseren Ländern mitzubestimmen und uns für Werte stark zu machen, die uns wichtig sind. Das Gute daran? Es ist leicht. Alle können jederzeit, genau dort wo sie stehen, damit beginnen. Es geht nicht um große Taten. Es geht darum, wie man mit anderen interagiert. Wie man seine Kinder erzieht. Wie bewusst man einkauft. Wo man Einspruch erhebt. Und eben - welche Geschichten man feiert und andere ermutigt!
Durch das Facebook Community Leadership Program ist Habibi.Works in Kontakt mit 114 großartigen Community Buildern und Projekten getreten, die sich überall auf der Welt für genau solche Veränderungen und sozialen Wandel stark machen. Aus einem Wohnzimmer in Heidelberg ist die Idee "Habibi.Works" in den letzten drei Jahren bis ins Hauptquartier von Facebook ins Silicon Valley gereist. Hier wird das Projekt Teil eines Netzwerks von Initiativen und Menschen, die sich in 46 Ländern auf unterschiedliche Arten und Weisen für Menschenrechte, Solidarität und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Diese starke Entwicklung war möglich dank eurer Unterstützung!
Teil 2: Schwierigkeiten und Herausforderungen - ganz ehrlich 

Es gibt so viel zu feiern und manchmal ist kaum zu fassen, wie reibungslos die Umsetzung dieser innovativen Idee bisher verlaufen ist! Gleichzeitig war und ist es ein wichtiges Anliegen, transparent und aus erster Hand zu berichten und sowohl die externen Entwicklungen wie auch unsere Herausforderungen und Einsichten zu teilen. Nachdem die Herausforderungen in den ersten ein bis zwei Jahren vor allem mit dem sich ständig verändernden Kontext, der Kommunikation mit den großen internationalen Hilfsorganisationen und der mitunter unsicheren Finanzierung zusammenhingen, haben sich in 2018 und 2019 zusätzliche Herausforderungen herauskristallisiert: 
 
  • Während in 2016 und 2017 kaum Asylanträge in Griechenland selbst gestellt wurden und Menschen vor allem auf ihre Übersiedlung in andere europäische Länder warteten, stellt Griechenland seit Ende des Relocation Programs im September 2017 offiziell die Endstation auf der Flucht vieler Menschen dar. Damit trat der Gedanke der Integration in die griechische Gesellschaft und die Notwendigkeit, mehr Menschen aus der lokalen Bevölkerung in Griechenland mit in das Projekt einzubeziehen weiter in den Vordergrund als bisher. Griechinnen und Griechen zu erreichen und in das Projekt einzubinden ist für uns nach wie vor nicht einfach. Das NetWorks Programm, das im Rahmen des oben erwähnten Facebook Community Leadership Programs angelaufen ist, hat allerdings die Möglichkeit geboten, griechische Expertinnen und Experten für die Durchführung von Workshops in verschiedenen Werkstätten von Habibi.Works einzuladen. Durch dieses Programm und die wachsende Zusammenarbeit mit griechischen Akteuren und Individuen werden kleine aber sichere Schritte unternommen, mehr Griechinnen und Griechen mit einzubinden.
     
  • Während die meiste Zeit des gemeinsamen Arbeitens und Lernens in Habibi.Works von gegenseitigem Respekt und guter Laune geprägt ist, bewegen wir uns doch in einem Kontext der Frustration, Trauer, Hoffnungslosigkeit und Wut. Es gibt regelmäßig Momente, in denen diese Sentiments die Oberhand gewinnen oder in denen alle Beteiligten überwältigt sind von einzelnen Schicksalsschlägen, erlittenen Verlusten, unfairen Entscheidungen und besorgniserregenden politischen Entwicklungen. In diesem Kontext und unter der gewaltigen Arbeitslast gesund und motiviert zu bleiben, ist mit Sicherheit eine große Herausforderung für die Teammitglieder in Habibi.Works. Dieser Aufgabe soll in den kommenden Monaten und Jahren mehr Bedeutung beigemessen werden!
     
  • Zwei Faktoren, die bei dem letztgenannten Punkt eine große Rolle spielen, stellen unter anderem die Arbeits- und Lebensbedingungen der Teammitglieder in Griechenland dar, vor allem auf lange Sicht. Für die ersten 2,5 Jahre haben alle Teammitglieder in einem gemeinsamen Schlafsaal im Obergeschoss des Werkstättengebäudes Habibi.Works geschlafen. Privatsphäre war vor allem für diejenigen Expertinnen und Experten ein rares Gut, die sich für Monate oder Jahre in diesem Kontext aufhielten. Im Dezember 2018 wurde der überfällige Schritt unternommen, mit dem gesamten Team aus dem Gebäude von Habibi.Works in ein Apartment in der nahe gelegenen Stadt Ioannina umzuziehen. Damit wurde nach mehr als zwei Jahren endlich eine räumliche Trennung zwischen Arbeit und Wohnen hergestellt. Verbesserungen konnten in 2018 auch hinsichtlich der finanziellen Vergütung der langfristigen Teammitglieder erzielt werden. Nachdem während der ersten 2,5 Jahre das gesamte Team unentgeltlich Zeit, Energie und Wissen eingebracht hat, werden seit September 2018 drei Teammitglieder und seit Mai 2019 zwei weitere Teammitglieder mit dem griechischen Mindestlohn vergütet (450 Euro). Soup and Socks als Organisation kommt generell für die Unterkunft und Verpflegung aller Teammitglieder auf, egal wie lange diese vor Ort bleiben. Da das Projekt sich aber zunehmend langfristiger ausgerichtet hat, muss dringend darüber nachgedacht werden, wie engagierte und kompetente Teammitglieder finanziell nicht nur schadlos gehalten werden, sondern mit der wertvollen und harten Arbeit in Habibi.Works auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können. 
Teil 3: Zukunftsfragen
Nach drei Jahren Habibi.Works gibt es viele Erfolge zu feiern - und es ergeben sich spannende Fragen nach der Zukunft dieses außergewöhnlichen Projektes. Gegen Ende des Jahres 2019 werden mehrere Teammitglieder, die das Team allesamt seit mehr als einem Jahr begleitet haben, Habibi.Works verlassen haben um zu ihren Studiengängen, Berufen oder in ihre Heimatorte zurückzukehren. Die Mannschaft, mit der wir das Projekt Habibi.Works in Griechenland realisieren, unterlag von Anfang an einem stetigen Wandel, was oft als Chance genutzt wurde, neue Ideen einzubringen und die Struktur und die Angebote der verschiedenen Werkstätten ständig zu verbessern. Für das nächste Kapitel wird es zunehmend wichtig sein, für die frei werdenden Aufgabenbereiche auch Griechinnen und Griechen als Teammitglieder zu gewinnen. Das erleichtert die langfristige Umsetzung des Vorhabens in Griechenland und legt den Fokus noch mehr auf Integration. Ob dafür mehr bezahlte Positionen im Projekt geschaffen werden müssten, woher Gelder für diese neuen Kostenpunkte kämen und wohin die Angebote des Makerspace sich weiterentwickeln werden, sind damit verbundene Fragen. Sollte die Vernetzung von Menschen ohne Arbeitsstelle und potentiellen Arbeitgebern, lokal oder online, mehr in den Vordergrund treten? Werden Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in den Werkstätten wichtiger als das Anfertigen von Alltagsgegenständen? Wie könnten in Habibi.Works erlernte Fähigkeiten oder hergestellte Produkte genutzt werden um kleine Startups, selbständige Arbeitsverhältnisse, neugegründete Geschäfte oder Kleinbetriebe aus der Taufe zu heben? Welche rechtlichen Hürden müssten hierfür überwunden werden? Mit welchen Organisationen und Projekten wollen wir uns in Griechenland und europaweit vernetzen? Die Idee Habibi.Works birgt schier unerschöpfliches Potential - das Konzept könnte in jedwedem Kontext mit verschiedenen Ausrichtungen umgesetzt werden, egal ob es um Bildung, um die Integration von Minderheiten oder die temporäre Unterstützung von Menschen in Krisenregionen geht. Sollte über den Aufbau weiterer Projektorte nachgedacht werden? Woher würden die Ressourcen für diese Vorhaben kommen?

Diese und viele weitere Fragen werden das gesamte Soup and Socks - Team in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen. Eure Ideen, Erfahrungen und Meinungen sind in diesem Prozess jederzeit herzlich willkommen - die Entwicklung der letzten drei Jahre wäre ohne eure Unterstützung nicht möglich gewesen und wir hoffen, dass ihr auch weiterhin bei uns bleibt! Seid gespannt auf Neuigkeiten! 

Mit den besten Grüßen aus Griechenland, 

Mimi und das Soup and Socks - Team 
Soup and Socks
August 2019 - Three years Habibi.Works
[Please find the ENGLISH VERSION below]
Dear Supporters,

Three years ago, in August 2016, after three months of planning, we began to put the project Habibi.Works into action.  Habibi.Works was and remains to stay the answer to a concrete emergency situation in the north of Greece. Today, next to the seven working areas in the main building, the premise also holds a library, a dome, a bicycle fixing station and a community garden. People from 27 different countries, who are accommodated in four different refugee camps in the surrounding area, have access to tools, materials, education and a friendly, warm platform, where they can encounter others.   Habibi.Works is an ambitious project, which is not carried by international organisations, governments, religious organisations, but rather by the civil society, by people in Europe and other parts of the world. It is evidence that things can change. That everyone can move something.  That humane answers to a crsis situation are possible and not neccessarily astronomically expensive - it needs solidarity, wit, hard work and courage to tackle these things.  Through your contribution and our highly motivated team, we have successfully managed to become the organisation, which started off as one of two small, independant organisations, and continues to contribute (very successfully) to the field after three years, in which more than 20 different initiatives have come and left the region.

This newsletter consists of three parts: in the first parts we will celebrate together the success of the past three years,  the second part gives insight into the biggest challenges to overcome. The third part engages with important quetions concerning the future. In which direction should Habibi.Works develop? What should we concentrate on? Your thoughts, ideas and experiences are in great demand. In the end, the same thing still applies: this project belongs to everyone, who is supporting it! 
Part 1: Successes -  reasons to celebrate!
Sometimes it is important to take a moment, sit back and become aware of all the things that have been accomplished  in the past years through the work of Soup and Socks e.V. Every now and then these moments arise, for example when at the end of a successful working day in the different working areas of Habibi.Works, the machines and music fall silent and the makers parade out of the Habibi.Works building with beautiful furniture, clothing, rented books, newly acquired knowledge in the area of IT, design, natural sciences or many other achievements. The chicken and the ducks on the yard are enjoying the last rays of sunshine, the dogs are lazily lying in the shadow, the air is filled with the humming of our bees and the scent of the mint from the community garden. The colorful facade of Habibi.Works is shining in the evening sun, the team is tired but content, waiting on the veranda for the delicious leftovers of the lunch to be warmed up in the oven, before being consumed for dinner.  In these moments it is easy to reflect about what difference Habibi.Works makes in a context, in which people are living in camps like ghettos, have no self-determination about their future and limited access to education, the labor market and the majority of the local community.  

In every year since its foundation, the project has closely accompanied more than 1000 people on their journey through a hard chapter in their lives.  Over 3000 people in the three years of its existence. The number of furniture, clothes, completed trainings, shared meals, repaired bicycles, moments of mutual respect and support arise into the immeasurable. If you count the average amount of family members of these people, whose quality of life has risen through the existence of Habibi.Works, who have profited from the new skills and acomplishments which have been enabled and crafted in the 11 working areas - these add up to more than 10.000 lives that have been touched by your support over the past few years. Habibi.Works does not only have a positive influence on the quality of life and the access of education for the users, but also on their mental health.  People who are forced for years into a position of passive waiting, who have been reduced to a single aspect (being a refugee), are breaking prejudice and free themselves from stigma, win back decision making over their daily lives and re-define their identities - not only as a person on the run, but rather as carpenters, designers and IT-experts.  

Since its formation, the project has been growing steadily and has gained structure and routine. Next to the 11 working areas there are a variety of special undertakings, such as the educational program Science Wednesday, the children's club 'Team Environment', the collaboration with the programmung-project PAZ.ai, the pilot project Home.Work, the marathon runs, different exhibitions and the programme NetWorks. All these small and big successes are reasons to celebrate! 
Not only for the people, who have been using Habibi.Works as so called 'makers', does the project make a difference: your team and network of experts consists of more than 120 experts from 16 different countries, whose perspective of the world, whose narratives of 'refugees' have been positively reinforced and changed after their time on the ground in this special 'maker space'. People from all professional backgrounds and age groups return to their home countries after their time in Habibi.Works, motivated to continue working towards change, to rise up against discrimination and hate and to encourage others to get active. This positive effect, which is spreading slowly but surely can not be underestimated in a time where individuals and organisations are threatened and punished because they are rescuing and saving peoples lives in the Mediterranean Sea! We live in a chapter of history, in which the values of freedom, equality and solidarity in Europe are not crucial for political decisions in many places. It is a chapter, which - if it was behind us already - we would (hopefully) condemn heavily.  All the more important that not only the hateful voices in Europe have a stage and that the public stories are not besieged with fear and anger, but rather that positive stories take the stage and that we raise our voices when we are for something and not only when we are against somthing. Here we have in my opinion a huge responsibility to shape the narrative of our time, to participate in setting the mood in our countries and fight for the values that are important to us. The good thing about it? It is easy. Everyone can at any time start with it, wherever they are. It is not about big deeds. It is about how you interact with other people. How you raise your children. How aware you buy and consume. Where and how you object to something. And also - which stories you celebrate and which you encourage!
Through the Facebook Community Leadership Program, Habibi.Works got in contact with 114 excellent community builders and projects who advocate all over the world for change and social transformation. From a living room in Heidelberg the idea of Habibi.Works was born and has travelled during the last three years into the headquarters of Facebook in the Silicon Valley. Here the project becomes part of a network of initiatives and people, who advocate in 46 different countries in different ways for human rights, solidarity and social equity. This powerful development was possible, because of you!
 
Part 2: Difficulties and Challenges - full transparency  

There is a lot to celebrate and sometimes it is hard to believe how smooth the implementation of this innovative idea has been running! Simultaneously, it was and is an important concern to be transparent, report and share first hand experiences from the external developments to our challenges and acknowledgements. After the challenges around the constantly changing context, the communication with the big international aid organisations and the uncertain financial situation in the first one to two years, in 2018 and 2019 new and additional challenges have crystalized:    
 
  • While rarely any requests for asylum were made in Greece during 2016 and 2017 and people were waiting for their relocation to other European countries, since the end of the Relocation Program in September 2017 , Greece now presents the final station of the escape for most people.  With that, the idea of integrating  into Greek society and the neccessity to involve more people from the local community into the project became ever so apparent. To reach and involve Greeks in the project remains a difficult task for us. The program NetWorks, which took place in the scope of the Facebook Community Leadership, provided to opportunity to invite Greek experts to conduct workshops in different working areas in Habibi.Works. Through this program and the growing collaboration with Greek actors and individuals, small but important steps are taken to involve more Greeks. 
 
  • While the working and learning experiences in Habibi.Works are coined mostly by mutual respect and positive attitude, we are moving in a context of frustration, mourning, hopelessness and anger. There are regular moments, in which these sentiments win the upper hand or in which all the participants are overwhelmed by individual stories of fate,  loss, unfair decisions and concerning political develpments. To stay healthy and motivated in this context and under the enorm workload is surely a huge challenge for the team members of Habibi.Works. This task should gain more meaning and value in the coming months and years!
     
  • Two factors that are playing a huge role in the last mentioned point, are amongst other things the labor and working conditions of the team members in Greece, especially from a long term perspective.  For the first 2,5 years all team members lived together in a dorm room on the upper floor of the Habibi.Works building.  Especially for the people who stayed for months and years in this context, privacy was a rarity.  In December 2018 the long overdo step was taken and the entire Habibi.Works team moved out of the building and into an apartment in the cloesly situation city Ioannina. With that the first spatial seperation between work and living was created after more than two years. Improvements were also noticed  and achieved in 2018 regarding the financial compensation of the long term team members. After the entire team was putting time, energy and knwoledge into the project on a voluntary basis for 2,5, three team members are paid since September and since May 2019 two more team members are reimbursed with the Greek minimum wage (450 Euros).  As an organisation, Soup and Socks compensates for the accommodation and food of all team members, despite the length of their stay. Since the project has organically developed to a more long-term project, we urgently need to think about how motivated and engaged team members who are contributing valuable work to Habibi.Works can finance their livelihood rather than living on the verge.  
Part 3: Questions for the Future
After three years Habibi.Works there are many success stories to be celebrated - and a lot of exciting questions about the future to be answered. At the end of the year 2019, several team members who have been accompanying the project for at least 12 months will have left Habibi.Works, going back to their studies, countries of origin or taking on new challenges in new countries. The crew that is running the project has been the subject of change since the very beginning. The constant changes have been used for the overall development, for the the implementation of new ideas and for the improvement of structures and activities in the workshop areas. Looking at the coming chapter, it will be of increasing importance to win Greek people to take over vacant tasks and positions. This step will facilitate the sustainable implementation of the project and strengthen the aspect of integration into the Greek society. Whether or not it will be necessary to create more paid positions, where these funds will come from and in which direction the offers of Habibi.Works will develop, are questions related with this ambition. Should the networking between people without access to the labour market and potential employers (locally or online) come to the fore? Will the aspect of education and vocational training become more important than the creation of objects and utensils for the daily, personal needs? How can  the skills obtained and the objects manufactured in Habibi.Works be used to get startups, freelancers and small businesses off the ground?  What legal hurdles would need to be tackled? With which organisations and projects would we like to collaborate? The idea Habibi.Works holds a sheer inexhaustible potential - the concept could be implemented in any context with different aspirations, such as education, integration of minorities or the temporary support of people in areas of crisis. Should the set up of new project locations be considered? Where would ressources for these ventures come from?

These and many other questions are going to keep the Soup and Socks - Team busy during the coming weeks and months. Your ideas, experiences and opinions are greatly appreciated in this process - the development of the last three years wouldn't have been possible without your support and we hope you will stay with us. We will keep you updated! 

Best wishes from Greece, 

Mimi and the Soup and Socks - Team 
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