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Wahnsinn in Europa
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Soup and Socks
Der Wahnsinn in Europa
[Please find the ENGLISH VERSION below]
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
 
bevor ihr von den wunderbaren neuen Projekten in Habibi.Works erfahrt, gibt es leider einige Nachrichten, die so widerlich sind, dass sie keinen Aufschub dulden. 
 
Geflüchtete stoßen in Europa auf allerlei absurde Grenzen und Regelungen. Menschen ohne Papiere zum Beispiel, müssen sich mitunter erst für Monate festnehmen lassen, bevor das UNHCR und andere humanitäre Organisationen ihnen Schutz und Unterstützung zukommen lassen können. Die Polizei in Ioannina jedoch weigert sich, diese Verhaftungen vorzunehmen - nicht etwa aus Menschlichkeit, sondern weil Budget, Zeit und Motivation knapp sind. Menschen, die sich bei der Polizei melden, um erste Papiere und Zugang zum Asylsystem in Griechenland zu erhalten, werden abgewiesen und damit in einen Dauerzustand der Illegalität gezwungen. Eine Familie mit zwei kleinen Kindern, 3 und 5 Jahre alt, tauchte vor zwei Wochen nach mehreren Nächten auf der Straße verzweifelt in Habibi.Works auf. Wir haben sie seitdem durch das absurde Spiel mit Behörden und Organisationen begleitet. Einen ersten Bericht dazu, gibt es hier
 
Seit gestern ist die Familie, nachdem sie für 24 Stunden von der Polizei festgehalten wurde, in einer Unterkunft in Ioannina untergebracht. Dieser "positive" Ausgang des Falles und die Zusammenarbeit verschiedener, zentraler Organisationen wäre ohne unser Zutun, unsere anhaltenden Forderungen, Telefonanrufe und Nachfragen nicht möglich gewesen. Wir fragen uns, wie es sein kann, dass in diesem Fall ein Team unbezahlter Unterstützerinnen und Unterstützer in einem Land Europas, in Präsenz von riesigen, humanitären Organisationen, die einzigen sind, die den Schutz grundlegender Rechte der Betroffenen durchsetzen?

Es handelt sich hierbei absolut nicht um einen Einzelfall. In der nahen Stadt Igoumenitsa sind 9 Kinder seit 4 Wochen in einem "Verließ" (Zitat UNHCR Officer Ioannina) eingesperrt, ohne Zugang zu einer Dusche. In Ioannina setzt die Polizei jede Nacht Geflüchtete an einer Bundesstraße ab und überlässt sie ihrem Schicksal, ohne Geld, Nahrung, Unterkunft und Informationen über Hilfsorganisationen. Die Ankunftszahlen von Geflüchteten auf den griechischen Inseln belaufen sich nach wie vor auf über 1000 pro Monat! Nur, dass unsere Medien nicht mehr darüber berichten. Die griechische Regierung spielt mit dem Gedanken, so genannte "Floating Sites" einzurichten, riesige Gefängnisboote, auf denen unzählige Geflüchtete untergebracht werden sollen, damit sie keinerlei Chance haben, je das griechische Festland zu betreten, wo sie aus dem EU-Türkei-Abkommen fallen würden.

Ihr seht - neben der Arbeit in dem wundervollen Projekt Habibi.Works sind wir rund um die Uhr beschäftigt, um zu verhindern, dass in Europa Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Unterstützt uns, werdet Teil des Projekts und spendet!


Unterstützen könnt ihr uns beispielsweise mit dem aktuellen Wettbewerb "Du und Dein Verein" von ING.DiBa. Alles, was wir brauchen, ist eure Stimme für uns als den Verein eurer Wahl - auf diese Weise können wir ganz leicht 1000 Euro gewinnen! 

 
Wir bauen Brücken in Athen! #TimeIsUp30S
Am 30. September wurde in mehr als 30 Städten Europas gegen die unmenschliche Asylpolitik demonstriert: unter dem Slogan #TimeIsUp30S zogen überall auf dem Kontinent Menschen auf die Straßen um auf wunderbar kreative Art und Weise die Einhaltung der Menschenrechte einzufordern. Habibi.Works war in Athen live mit dabei und unsere Maker haben eine Skulptur in Form einer halben Brücke angefertigt, die symbolisch mit Halbbrücken in Lyon, Amsterdam, Madrid und vielen anderen Städten verbunden wurde. Wenn ihr euch das Video zum 30. September genau anschaut, könnt ihr euch einige unserer Team-Mitglieder entdecken ;-)
Die aktuellen Projekte in Habibi.Works
Der Herbst steht vor der Tür und während der erste Nebel heraufzieht und wir die Wollpullover auspacken, könnt ihr euch hier nochmal die schönsten Eindrücke des Sommers anschauen: Sommer in Habibi.Works. Im Folgenden erhaltet ihr zudem einen Überblick über die Ereignisse der letzten Wochen. Los geht's!
Schaut euch gerne auch die Projekte aus den letzten Wochen in unseren Werkstätten an:

Der Wunderbare-Fingerpuppen-Workshop

Glass-Schneide-Workshop

Solar-Ofen-Workshop

Plastik-Schmelze mit Sonnenenergie
 
Auch für die nächsten Wochen stehen spannende Projekte an. Und während in Habibi.Works eine brillante Idee nach der anderen geboren wird, haben im Auftrag von Oxfam, 300 Meter entfernt von uns, die Renovierungsarbeiten an Camp Katsikas begonnen. Das Camp steht seit Dezember leer -  ob dort bald wieder Menschen leben müssen, jetzt, wo es mit jedem Tag kälter wird? Nach den Berichten, die diesen Newsletter eröffnet haben, kann einen leider kaum noch etwas überraschen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Bleibt bei uns!

Viele Grüße aus Katsikas,

Mimi und das Habibi.Works-Team

 
Spendet jetzt
P.S.: Derzeit sind wir auf der Suche nach einer talentierten KFZ-Mechanikerin oder einem talentierten KFZ-Mechaniker um unsere Vans hier in Katsikas wieder auf Trab zu bringen. Wenn ihr das nötige Know-How habt und motiviert seid, meldet euch bei uns unter help@soupandsocks.eu ! Wir freuen uns auf euch!


 
[ENGLISH VERSION]
 
Europe's ongoing madness
Dear supporters,
 
Before you hear about the awesome new projects of Habibi.Works, there is some bad news to be delivered which is too outrageous to be postponed. 
 
All over Europe, refugees still encounter absurd regulations and boundaries. People without papers in Greece can be imprisoned for up to several months until UNHCR or other humanitarian organisations can provide them protection and support. However, the police in Ioannina lately refuse to carry out this detention - not due to humanitarian reasons, but due to a lack of budget, time and motivation.  People who present their cases at the police station of Ioannina to get their fingerprints taken and to get access to the first documents to start the asylum process, are being rejected at the door, which forces them into a permanent, illegal state. A desperate family with two small children, 3 and 5 years old, appeared at Habibi.Works two weeks ago, after having spent several nights on the streets. Since then we have accompanied them through the ridiculous game with authorities and organisations.  
 
After having been arrested for 24 hours the family was released yesterday and is now accommodated in a centre in Ioannina. This "positive" outcome of the process and the collaboration of several crucial actors would not have happened without our continuous demands, phone calls and questions. How is it possible that in this case, in a European country, in the presence of giant, international humanitarian organisations, a group of unpaid supporters are the only ones protecting the basic rights of people?

Sadly, this is not an individual case. In Igoumenitsa, a city one hour away, 9 children have been locked up for 4 weeks now in a "dungeon" (quote UNHCR officer Ioannina), without any access to showers. In Ioannina, the police are constantly dropping refugees on the federal highway at night, without money, shelter, food or information regarding support services.

Even though our media does not cover the matter anymore, arrivals on the Greek islands have not ceased. Between the first of June and the 30th of September, more than 11.000 people arrived on the Greek islands. Furthermore, the Greek government is thinking about so called "floating sites", giant prison boats on which hundreds and hundreds of asylum seekers will be accumulated, on open water, in order to prevent them from reaching the mainland and escaping the EU-Turkey-Deal. 

It is obvious that besides the work in the beautiful project Habibi.Works, we are working around the clock to prevent Human Rights from being trampled on in Europe. Support us, become part of the project and make a donation! 

One easy way to support us is the competition "Du und Dein Verein" of the ING.DiBa, in which we can win 1000 Euros. All you need to do is give us your vote. Unfortunately, this requires a German phone number. If you do not have a German phone and you wish to support us anyways, you can click here to make a donation :-). 
We built bridges in Athens: #TimeISUp30S
On the 30th of September, people demonstrated in more than 30 cities against the inhumane European asylum system, under the slogan "Time Is Up!". Habibi.Works was in Athens and some of our former makers built a sculpture in the shape of half a bridge which was symbolically connected with half bridges in Lyon, Amsterdam, Madrid and many other cities. If you have a close look at the Video of the 30th of September, you might recognise some of the Habibi.Works team members ;-) 
The latest projects of Habibi.Works
Autumn has arrived and while the first fog spreads on the fields and we put on our woollen pullovers, we want to invite you to  have a look at this photo album and share our summer memories of Habibi.Works with us. In the following, you will get an overview of the latest activities. 
Have a look at some of the other workshops that have been implemented in Habibi.Works during the last few weeks:

Puppet Workshop in the Dome

Glass cutting workshop

Solar Oven Project

Plastic Melting with Solar Power

 
Some more exciting activities are scheduled for the next weeks! While brilliant ideas are born in Habibi.Works, Oxfam started the construction work in Camp Katsikas, only 300 meters away from us. The camp was evacuated in December last year - now the question is whether people will be forced to live there this winter. After the insane reports discussed at the beginning of this newsletter, it would not come as a surprise, anything seems to be possible. We will keep you updated. Stay with us!

Many greetings from Katsikas,

Mimi und das Habibi.Works-Team

 
Make a donation
P.S.: At the moment we are looking for a skilled an motivated car mechanics to check our Vans here in Katsikas. If this is you, please get in touch with us via help@soupandsocks.eu ! 
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