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Eine Geschichte und drei Zeichen der Solidarität
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Soup and Socks
Eine Geschichte und drei Zeichen der Solidarität
[Please find the ENGLISH VERSION below]
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

mit diesem Rundbrief erinnern wir euch an die Möglichkeit, Habibi.Works bis zum 6. Dezember zu unterstützen und dafür ein kleines Stück Habibi.Works in euren Briefkästen zu finden - aber wir wollen auch eine schöne Geschichte mit euch teilen, die wir in den letzten Wochen erlebt haben.
Teil 1: Drei Zeichen der Solidarität 

In der diesjährigen Winterkampagne erhaltet ihr kleine Symbole unserer Dankbarkeit für eure Unterstützung und Solidarität. Das Konzept is schnell erklärt: Ihr tätigt bis zum 06.12. eine Spende und wir senden euch ein kleines Stück Habibi.Works nach Hause! Ein riesiges Dankeschön an alle, die bereits gespendet haben!
Für eine Spende von 15 Euro und mehr erhaltet ihr den liebenswerten Habibi-Braunbär. 
Die fünf laser-gravierten Magnete finden den Weg zu jeder und jedem, die das Projekt mit 30 Euro oder mehr unterstützen. 
Für eine Spende von 60 Euro oder mehr erhaltet ihr diese Uhr, angefertigt mit dem Lasercutter in unserem MediaLab. 
Solltet ihr euch dazu entscheiden, eine Spende von 100 Euro oder mehr zu tätigen, ist euch nicht nur unser tief empfundener Dank, sondern auch ein Set aus allen drei kleinen Aufmerksamkeiten sicher.

Für den Fall, dass ihr euch als monatliche Dauerspender für mindestens 10 Euro pro Monat einschreibt, wartet zusätzlich eine besondere Überraschung auf euch. 
Um eine Spende zu tätigen, habt ihr zwei Möglichkeiten. Ihr könnt entweder eine klassische Überweisung tätigen oder unser Online-Formular nutzen.

Falls ihr euren symbolischen Gruß aus Habibi.Works erhalten möchtet, stellt bitte unbedingt sicher, dass eure Adresse in der Betreffzeile richtig angegeben ist!
Betreff: Winterkampagne+ eure Adresse + email
Kontoinaber: Soup and Socks e.V.
IBAN: DE71672500200009251464
BIC: SOLADES1HDB
Kontonummer: 9251464
BLZ: 67250020
Bank: Sparkasse Heidelberg
Nach diesem kleinen Aufruf folgt eine Geschichte, die uns in den letzten Wochen bewegt und beeindruckt hat. 
Teil 2: Eine Geschichte
Im Jahr 2020 haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Flüchtlingscamps von Katsikas mehrere Ausgangssperren und Lockdowns erlebt - manche davon galten landesweit, andere (aus fragwürdigen Gründen) nur das Flüchtlingscamp. 

Wie für viele andere Menschen überall auf der Welt bedeutet das, dass manche Personen ihren Arbeitsplatz verlieren, dass Kinder nicht in die Schule gehen können, dass die Versorgung mit grundlegenden Gütern schwierig und die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt wird. In einem Flüchtlingscamp kommt erschwerend hinzu, dass Menschen gezwungen sind mit vielen anderen auf engstem Raum zusammen zu leben, dass einige von ihnen die Termine bei den Behörden verpassen auf die sie mitunter seit Jahren warten und dass das grundsätzliche Gefühl der Machtlosigkeit und Unsicherheit es schwerer macht, mit der Pandemie umzugehen und körperlich und psychisch gesund zu bleiben. 
Mitten in diesem Kontext, im Camp für geflüchtete Menschen in Katsikas, lebt Khatera. Sie ist eine junge Frau aus Afghanistan, die mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn nach Europa geflohen ist. Wir kennen Khatera aus Habibi.Works, wo sie aufgrund ihres professionellen Hintergrunds in Architektur viel Wissen weiterzugeben hat und wo sie andere Frauen zur Teilnahme an den Women's Sports Angeboten ermutigt. Khatera hat uns bereits in vielen Momenten beeindruckt, aber die Initiative, von der wir heute berichten, hat uns tief bewegt. 
Als das Camp von Katsikas im September ohne jede Vorankündigung (und ohne aktive Corona-Fälle aufzuweisen) in einen kompletten Lockdown versetzt wurde, öffnete Khatera ihren Container für Kinder, die nicht - wie die griechischen Kinder - weiter zur Grundschule gehen konnten. Während das Camp um sie herum zu einem Stillstand gezwungen wurde, begann sie die Kinder in Rechnen, Schreiben, Lesen und Zeichnen zu unterrichten. Bis zu 10 Kinder saßen gleichzeitig in ihrem improvisierten Klassenzimmer zusammen und hatten so nicht nur Zugang zu Bildung sondern auch Zugang zu jemandem, der sie ermutigte, sie forderte und sie willkommen hieß während sie von der Mehrheitsgesellschaft ausgegrenzt wurden. 

Wir haben Khatera gebeten, uns für diesen Newsletter in ihren eigenen Worten zu erklären, wie sich die Situation im Camp in September und Oktober angefühlt hat. Wir haben uns bemüht, die deutsche Übersetzung so nahe wie möglich am Englischen Original zu halten, welches ihr weiter unten findet. 
 "Ein Flüchtling zu sein, der in einem vorgegeben und begrenzten Gebiet mit mangelnden Einrichtungen und unklarer Zukunft lebt, ist sehr schwer mit Worten zu beschreiben.

Abgesehen von diesen Dingen üben die Pandemie und die Sperre, über die ASB [die Organisation, die das Geschehen im Camp koordiniert] uns informierte, einen schmerzhafteren Druck auf jede einzelne Person im Lager aus. Ich habe das Gefühl, dass ich in einem der schlimmeren Gefängnisse der Welt lebe, weil wir keine Wahl haben. Wir versuchen, uns selbst zu beschäftigen und die Zeiten zu verbessern. Tag für Tag verursacht die Sperre [der Lockdown] psychische Probleme für die Leute im Lager.

Ich gebe mein Bestes für meine Familie und für diejenigen, die etwas tun können, um sie zu beschäftigen. In meinem Container zum Beispiel gestalte ich eine Klasse für Kinder und unterrichte sie jeden Tag zwei Stunden, von 15 bis 17 Uhr.
Ich unterrichte sie in drei Fächern; zuerst lesen und schreiben im Dari Alphabet, die Zahlen und Addition und Subtraktion, ein paar englische Vokabeln und Zeichnen. Am Ende von jedem Tag wünsche ich ihnen alles Gute."

 
Unserer Meinung nach braucht die Welt mehr Menschen wie Khatera ;-)

Indem wir Geschichten wie diese teilen, wollen wir die unzähligen beeindruckenden Menschen, denen wir hier begegnen, greifbarer machen.

Wir hoffen, euch und euren Lieben geht es gut!

Mit den besten Grüßen aus Griechenland, 

Mimi und das Habibi.Works-Team
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Soup and Socks
One Story and Three Tokens of Solidarity
Dear supporters,

with this newsletter we would like to remind you of the possibility to support Habibi.Works until December 6th and to find a small piece of Habibi.Works in your mailboxes - but we also want to share a story with you about somebody who impressed us in the past weeks. A huge Thank You to everybody who already donated!
Part 1: Three tokens of solidarity 

In this year's winter campaign you will receive small symbols of our gratitude for your support and solidarity. The concept is easy to explain: You make a donation by 06.12 and we will send a small piece of Habibi.Works to your home!
For a donation of 15 Euros or more you will receive the lovely Habibi brown bear.
These five laser-engraved magnets will find their way to everyone who supports the project with 30 Euros or more.
For a donation of 60 Euro or more you can get this clock, created with the lasercutter in our MediaLab.
To make a donation, you have the choice of either using our online donation page, or making a classic bank transfer using the information below.

Please make sure to include your address in the “Reference” field to ensure we can mail your special item to the right place!
Reference: Winter Campaign + your address + email address
Owner: Soup and Socks e.V.
IBAN: DE71672500200009251464
BIC: SOLADES1HDB
Account number: 9251464
BLZ: 67250020
Institute: Sparkasse Heidelberg
This small appeal is followed by a story that has moved and impacted us in recent weeks.
Part 2: A Story
In 2020, the inhabitants of the refugee camp in Katsikas experienced several curfews and lockdowns - some of them applied nationwide, others (for questionable reasons) only to the refugee camp. 

As for many other people around the world, this means that some people have lost their jobs, children cannot go to school, the supply of basic goods is limited and freedom of movement is severely restricted. In a refugee camp, the situation is aggravated by the fact that people are forced to live with many others in a very confined space, that some of them miss appointments with the authorities that they have sometimes been waiting for for years, and that the basic feeling of powerlessness and insecurity makes it more difficult to deal with the pandemic and to remain physically and mentally healthy. 
Khatera lives in the middle of this context, in the refugee camp in Katsikas. She is a young woman from Afghanistan who fled to Europe with her husband and small son. We met Khatera in Habibi.Works. She has a professional background in architecture which she has put to use in our makerspace and has also encouraged other women to participate in Women's Sport. Khatera has impressed us in many moments, but particularly in the moment that we will share with you today.
When the Katsikas camp was put into a complete lockdown in September without any notice (and without any active corona cases within the camp), Khatera opened her container for children who, unlike Greek children, could not continue attending primary school. While the camp around her was forced into a lockdown, she began teaching the children arithmetic, writing, reading and drawing. Up to 10 children at a time sat together in her improvised classroom, and thus had access not only to education but also to someone who encouraged, challenged and welcomed them while they were being excluded from the rest of their host society.

For this newsletter, we asked Khatera to tell us in her own words how the situation in the camp felt in September and October. 
"Being a Refugee living in a specific and limited area with lack of facilities and unclear future is very hard to describe by using words.

Beside all these things, the pandemic and lock down put more painful pressure on every single person's shoulder who is living in our camp at the moment. When the ASB  [the organisation coordinating the day-to-day in the camp] announced complete lock down I feel that I am exactly living in a worse prison in the world, because we don't have any other choice. We are trying to keep ourselves busy and make the times go better. Day by day, lock-down makes mental problems for the people in the camp.

I do my best for my family and for those for whom I can do something, to make them busy. For example I make a class in my Cabin [container] for children and I am teaching them two hours per day; every day they come from 3pm to 5 pm. Every day, I am teaching them 3 subjects: On the first day the Dari alphabet, how to read and write, painting and at the end we watch cartoon and do guided activities. On the second day mathematic numbers, Addition and subtraction, the English alphabet, watching cartoon,  checking their homework and some activities. At end I wish best of luck for all."
In our opinion, more people like Khatera is what this world needs ;-)

With stories like this one, we hope to transmit how impressive the countless people we meet here are.

We hope you and your loved ones are well!

With best regards from Greece, 

Mimi and the Habibi.Works team
Support Habibi.Works
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

wir hoffen, ihr seid wohlauf und genießt den Sommer. Euer Newsletter im Juli gibt euch einen Überblick über Projekte und Entscheidungen in Habibi.Works und über einige der aktuellen Entwicklungen in Griechenland.
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