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March 2020 - Habibi.Works in Times of Covid-19
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Soup and Socks
Unsere Antworten auf aktuelle Fragen 
Habibi.Works in Zeiten von Covid-19

[Please find the ENGLISH VERSION below]
 
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Wir hoffen, es geht euch gut. In diesen Wochen schwingt bei dieser üblichen Formel zu Beginn eines Schreibens eine neue Bedeutung mit, oder? Wir können uns vorstellen, dass ihr alle gerade auf die ein oder andere Weise von der Ausbreitung von Covid-19 betroffen seid. Auch der Alltag hier in Griechenland hat sich in den letzten Tagen rasant verändert. Aufgrund des Kontextes, in dem wir seit nunmehr vier Jahren arbeiten, sind wir es gewohnt, sehr flexibel zu agieren und uns ständig an neue Bedingungen anzupassen. Für die aktuelle Situation gibt es jedoch auch in unserem Erfahrungsschatz keine Vergleichswerte. Prioritäten verschieben sich. Man sieht sich vor Fragen gestellt, die so bisher noch nicht aufgekommen sind. In diesem Newsletter erfahrt ihr, welche Antworten wir aktuell auf Fragen finden und welche Entscheidungen in den letzten Tagen getroffen wurden. Darüber hinaus lädt euch der zweite Teil des Rundbriefs auf eine kleine, virtuelle Reise ein und erzählt euch von den erfolgreichen Projekten, die hier seit Jahresbeginn umgesetzt wurden.
Bevor es losgeht: Es sind ungewöhnliche Zeiten und sie erfordern ungewöhnliche Ideen, Projekte und Ansätze. Ihr seid auf verschiedene Arten Teil des Projekts Habibi.Works und wisst daher, dass Gemeinschaftsgedanke und Solidarität für uns enormen Stellenwert haben. Und das gilt nicht nur in Bezug auf die Menschen, mit denen wir dank eurer Unterstützung arbeiten, sondern funktioniert in beide Richtungen: Meldet euch in diesen Wochen bei uns, um uns zu erzählen, wie es euch geht. Schreibt uns, wenn euch in der Quarantäne langweilig wird oder ihr nach Möglichkeiten sucht, eure plötzlich freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Teilt uns eure Fragen oder Anregungen mit. Ruft an, wenn ihr einfach mal bei uns reinhören wollt. Wir freuen uns auf euch!
 
Teil 1: Die Auswirkungen des Coronavirus auf Habibi.Works

Was hat sich in den letzten Tagen im Norden Griechenlands ereignet?
 
Zu Beginn der vergangenen Woche (09.-15. März) wurde die Ausbreitung von Covid-19 im Grunde über Nacht zum allgegenwärtigen Thema in Griechenland. In unserem wöchentlichen Team-Meeting am Donnerstag (12. März) haben wir daher als Team vor Ort beschlossen, Habibi.Works für mindestens zwei Wochen zu schließen.

Wie ist die Situation der geflüchteten Menschen einzuschätzen?

Die Zielgruppe mit der wir arbeiten, ist in mehrerer Hinsicht besonders schutzbedürftig: Zwar ist die Anzahl von alten Menschen, Schwangeren oder Menschen mit Vorerkrankungen nicht höher als in der übrigen Bevölkerung, doch ein Ausbruch des Virus innerhalb eines Camps hätte schwerwiegende Folgen: Menschen sind im Camp von Katsikas wie auch in anderen Lagern gezwungen, auf engstem Raum zusammenzuleben. Oft teilen sich bis zu acht Personen einen Wohncontainer: die zwei Räume, die Küche, das Bad. Eine erkrankte Person von den anderen zu isolieren, ist in diesem Setting unglaublich schwierig. Etwa 100 der derzeit 1000 Bewohner*innen des Camps haben keine eigene Küche und keine eigenen Bäder – sie alle teilen einige wenige Gemeinschaftsbäder außerhalb ihres Containerabteils. All diese Bedingungen würden eine Ausbreitung des Virus erheblich beschleunigen. Zudem sind die finanziellen Ressourcen und der Zugang zum Gesundheitssystem für viele stark limitiert, was eine gute Versorgung nicht einfacher macht.  
Etwa 100 der derzeit 1000 Bewohner*innen des Camps wohnen seit Oktober 2019 in diesen beiden Gemeinschaftszelten.  
Wie reagiert das Habibi.Works-Team auf die Entwicklungen?

Nur wenige Stunden nach der Entscheidung zur kurzfristigen Schließung von Habibi.Works, wurde es von der griechischen Regierung offiziell unter Strafe gestellt, Bildungseinrichtungen und Gemeinschaftszentren weiterhin offen zu halten.
 
Das Team arbeitete daraufhin ab Freitag (13. März) ohne die Zielgruppe an verschiedenen wichtigen Aufgaben um die Zeit der geschlossenen Türen sinnvoll zu nutzen: Reparaturarbeiten, Fundraising, administrative Aufgaben und vieles mehr.
Am vergangenen Dienstagmorgen (17. März) hat das Team in einem weiteren Meeting entschieden, von Besuchen im Camp in nächster Zeit vollkommen abzusehen, das heißt auch als Privatpersonen außerhalb der Arbeitszeit. Noch am selben Tag wurde der Zugang zu den Camps und auch der Ausgang aus diesen von der Regierung erheblich eingeschränkt. Dass wir in diesem neuen Kontext, der mit großer Verunsicherung verbunden ist, schnell und unaufgefordert sinnvolle Entscheidungen treffen, macht uns zuversichtlich. Gleichzeitig bereiten wir uns – wie viele von euch möglicherweise auch – auf ungewöhnliche, nicht einfache Wochen vor. Es wird darüber gesprochen, wer bleiben und wer abreisen möchte. Viele Teammitglieder leben und arbeiten schon seit Jahren hier und haben sich hier eingerichtet. Dennoch fühlt es sich komisch an, von den Grenzschließungen zu hören und unsere Familien in anderen Ländern zu wissen.
Wie werden die nächsten Wochen aussehen?

Wir gehen davon aus, dass Habibi.Works für deutlich längere Zeit als die angekündigten zwei Wochen geschlossen bleiben wird. Einsätze von neuen Teammitglieder, die im März oder April zum Projekt stoßen wollten, wurden bis auf Weiteres verschoben. Teammitglieder, deren Aufenthalt in den nächsten Wochen zu Ende gegangen wäre, sind abgereist bevor die Reisefreiheit weiter eingeschränkt wurde. Teammitglieder, die gerade von einer Reise nach Griechenland zurückgekehrt waren, haben sich in Selbst-Isolation begeben, um den Rest des Teams und die Zielgruppe keinem Risiko auszusetzen. In Ioannina, der Stadt nahe derer Habibi.Works und das Camp von Katsikas gelegen sind, wurden die ersten beiden Fälle des Virus bestätigt. Manche Gebiete des Landes, darunter vor allem einige der Inseln, befinden sich bereits in einer vollkommenen Quarantäne. 
Eine der größten Fragen, die es im Projekt dieser Tage zu beantworten gilt, ist natürlich, wie wir zu der aktuellen Lage positiv beitragen können. Und zwar sowohl in Bezug auf das Wohlergehen der Menschen in den Camps als auch das der lokalen Bevölkerung. Habibi.Works kann auf ein riesiges Team zählen, vor Ort und in anderen Ländern, und darüber hinaus auf technisches Equipment und jede Menge Know-How. Sobald sich die Umstellung der letzten Tage ein bisschen eingespielt hat und die drängendsten Entscheidungen getroffen sind, haben wir vor, unseren Arbeitsmodus in gewohnter Manier neu zu erfinden und mit einfallsreichen Projekten aufzuwarten! Einige davon könnten sich online abspielen, einige könnten kreative Lösungen für akute Alltagsprobleme anbieten, und einige könnten dank moderner Medien sogar motivierte Unterstützerinnen und Unterstützer aus anderen Ländern involvieren… Wenn ihr möchtet, schaut euch gerne unsere Facebookseite an, dort werden demnächst spannende, lustige oder inspirierende Geschichten aus den letzten Jahren und Interviews aus diesen Tagen geteilt.
Es steht zu erwarten, dass die Epidemie nicht nur gesundheitliche sondern auch wirtschaftliche Folgen haben wird. Auch diesen Aspekt muss man vor dem Hintergrund der humanitären Krise in Griechenland bedenken. Derzeit befinden sich laut der Statistik des UNHCR mehr als 115.000 Geflüchtete im Land. Sollten kleinere und mittelgroße Organisationen hier aufgeben müssen, hätte das für mehrere zehntausend Menschen schlimme Konsequenzen. Die Situation hat in den letzten Wochen neue Tiefen der Absurdität und Gewalt erreicht. Es ist kaum zu begreifen, was sich in Griechenland im März abgespielt hat; dass innerhalb nur eines Monats die fatale Situation und die Menschenrechtsverletzungen entlang der türkisch-griechischen Grenze und die Covid-19 Epidemie zeitlich zusammenfallen; dass soziale Projekte und Fahrzeuge von NGOs auf Lesvos angezündet und Organisationsmitarbeitende von Rechtsradikalen angegriffen werden, während solidarische, soziale Akteure während der Epidemie - und vor allem danach - dringender gebraucht sein werden, denn je. Wir halten euch zu den Entwicklungen auf dem Laufenden und hoffen, ihr bleibt weiterhin interessiert und involviert.
An dieser Stelle, lehnt euch zurück und genießt die folgenden Berichte und Erfolgsgeschichten aus den vergangenen Monaten.
 
Januar – März 2020 – Neuanfänge innerhalb des Teams und des Projekts
 
Während der letzten Monate von 2019 und im Monat Januar 2020 haben sechs von zehn Teammitglieder, die seit einem, zwei oder drei Jahren in das Projekt involviert waren, Habibi.Works verlassen. Die Arbeit, die vor Ort geleistet wird, ist zwar spannend und abwechslungsreich, aber auch zehrend – und wie in vielen anderen Bereichen auch, sehen sich Menschen immer wieder nach neuen Herausforderungen und Einsatzorten um. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an Thomas, Kiki, Saad, Jannike, Iman und Elske! Ihr habt dem Projekt Zeit, Energie und Enthusiasmus gewidmet und ohne euch wäre es niemals auf diese wundervolle, einzigartige Weise gewachsen!

Die meisten der Teammitglieder, die das nächste Kapitel in ihrem Leben begonnen haben, stehen nach wie vor eng mit dem Team vor Ort in Kontakt und sind aus der Ferne in verschiedene kleine Projekte und Aufgaben involviert. Dennoch war bereits Mitte des letzten Jahres klar, dass wir vor Ort ein neues Team von Personen aufbauen müssen, die sich für mindestens sechs Monate die Arbeit in Habibi.Works vorstellen können. Wir stellen euch hier die vier neuen Teammitglieder vor, die für mindestens sechs Monate involviert sein werden:
Mary begleitet das Projekt vor Ort seit Ende Januar, ist vor allem im Kreativatelier beschäftigt und unterstützt im Bereich Koordination, Fundraising und Projektmanagement.
 
Oriol hat die Supervision der Rad-Reparatur-Station übernommen und kümmert sich darüber hinaus um einen Teil der Buchhaltung.
 
Charles ist im vergangenen November als Schreiner zum Projekt gestoßen - und aus den ursprünglich anvisierten drei Wochen seines Einsatzes sind nun fünf Monate geworden.
 
Annika leitet die Kreativwerkstatt und steigt in diesen Tagen mehr in die Bereiche Fundraising und Koordination ein.
 
Zusammen mit Nadia, die bis zur vorübergehenden Schließung von Habibi.Works für zwei Monate die Nähwerkstatt geleitet hat, Eva, die seit einem halben Jahr für die Küche und den Kontakt zur lokalen Bevölkerung zuständig ist, Joram, der seit zwei Jahren unser MediaLab betreut und das Bildungsprogramm Science Wednesday anbietet, Tobias, der sich vor allem auf die Leitung der Metallwerkstatt und die allegmeine Instandhaltung unserer Infrastruktur konzentriert und mir, mit den Aufgabenbereichen Projektmanagement, Teamleitung, Fundraising und Kommunikation, bilden sie das aktuelle, neunköpfige Team.
The team in January, between the old constellation and the new. 
Einen Wandel hat es allerdings nicht nur innerhalb des Teams gegeben, sondern auch im Arbeitsalltag von Habibi.Works. Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, hat das Team die „offene Arbeitszeit“, innerhalb derer alle ihre eigenen Ideen umsetzen, Projekte verwirklichen und Reparaturen leisten können, durch geführte Trainingseinheiten und Bildungsangebote in verschiedenen Bereichen ergänzt. Den offenen Arbeitsmodus durch strukturierte Angebote zu ergänzen, war nach allem was wir bisher sagen können eine große Bereicherung – erfordert aber ein Umdenken, ein neues Maß an Verbindlichkeit, sowie Humor und Geduld von allen Beteiligten. Während der ersten zweieinhalb Monate haben wunderschöne Workshops, Trainings und Kurse stattgefunden. Hier einige Eindrücke:
Besondere Projekte in Januar, Februar und März
 
The Rolling Cinema: Gleich zu Beginn des neuen Jahres hatten wir Besuch von einer jungen Initiative aus Deutschland und Österreich, die während einer Woche Filme gezeigt und Workshops angeboten hat. 
 

Ein Dach für die Radstation: Zusammen mit Bewohnern des Camps wurde im Februar ein Dach als Außen-Arbeitsbereich hinter die Radstation gebaut 

Die Pergola: Was eigentlich ein Pavilion ist, wird in Habibi.Works liebevoll die Pergola genannt. Ioannina liegt in der regenreichsten Region des Landes. Gleichzeitig werden die Sommer unglaublich heiß. Damit die Maker sowohl bei gleißender Sonne als auch bei prasselndem Regen einen Ort haben, an dem sie Musik machen oder sich unterhalten können, ohne andere zu stören, entsteht aktuell ein von acht Pfählen getragenes Dach im Hof von Habibi.Works. 
Bleibt stark, bleibt zu Hause (wenn ihr könnt) und bleibt gesund! Wir freuen uns auf Nachrichten von euch!

Mit den besten Grüßen,

Mimi und das Soup and Socks - Team
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Soup and Socks
Unsere Antworten auf aktuelle Fragen 
Habibi.Works in Zeiten von Covid-19

[Please find the ENGLISH VERSION below]
 
Dear supporters, 

We hope this newsletter finds you well. Unfortunately, this simple expression at the beginning of a letter comes with somewhat of a new connotation these days. We imagine that probably all of you, no matter where you are right now, are affected in one way or another by the spreading of Covid-19. The daily life in Greece has rapidly changed within the last days, too. Due to the context we work in, we were used to remaining flexible and adapting to ever changing conditions. But also within this pool of experience, there are no comparable scenarios or references for the current situation. Priorities are shifting. New questions are arising that haven't been asked before. In this letter, you learn what kind of answers we have found to these questions and which decisions have been taken. Moreover, the second part invites you to a small, virtual journey through the first three months of the year, informing you about the projects and success stories of January, February and March. 
Before you dive in: These are unusual times, to say the least. They require new ideas, projects and approaches. You all are a part of Habibi.Works and therefor you know that the sense of community and solidarity are of highest importance to us. And this does not only apply to the people we work with (thanks to your support): It works both ways. Get in touch with us these days to inform us on how you are. Write us if you get bored or frustrated in quarantine, or when you look for meaningful ways to spend the additional time you might suddenly have. Share your questions and ideas. Call whenever you want to check in. We are looking forward to hearing from you!
Part 1: The impact of Covid-19 on Habibi.Works

What happened in the last days in the North of Greece?
 
At the beginning of last week (March 9 - 15), the spreading of the coronavirus became the dominating topic in Greece. In our weekly meeting on Thursday (March 12t), the team on site therefor decided to close Habibi.Works for at least two weeks.

In what ways are people living in refugee camps at risk?

The target group of Habibi.Works is vulnerable in several ways. While the number of elderly, pregnant women and people with existing health conditions is not necessarily higher than among the rest of the population, there are factors that will have a significant negative impact in the moment of an outbreak. People who are forced to live in camps, in Katsikas and in other locations, have to share a very small space with a high number of persons. In Katsikas, up to eight people share one container: the two rooms, the kitchen, the bathroom. Isolating a sick person is close to impossible in these conditions. Around 100 of the currently 1000 inhabitants don't have their individual kitchen and bathrooms - they share bathroom facilities outside of their container unit with the other 100 individuals. All these conditions would accelerate the spreading of the virus considerably. Moreover, financial resources and access to the health system are limited, which complicates effective measures and treatment. 
Etwa 100 der derzeit 1000 Bewohner*innen des Camps wohnen seit Oktober 2019 in diesen beiden Gemeinschaftszelten.  
In what way has the Habibi.Works team reacted to the development?

Within a few hours after the decision to close Habibi.Works, the Greek government officially announced that all educational and community spaces have to close, or else the persons in charge might face not only fines but imprisonment.
 
With closed doors and without the target group, the team started to work in Friday (March 13) on other important tasks, including maintenance work, fundraising and administrative duties.  
On Thursday (March 17), the team decided in another meeting to refrain from visits in the camp, also within the free time as private persons. The same day, the access to camp and the exit from these were limited by the government. The fact that we are taking reasonable decisions fast and unrequested makes as somewhat confident.  At the same time we - as possibly many of you - are preparing for unusual, challenging weeks. The question who is going to stay and who is preferring to leave is being discussed. Many team members have been living and working here for years and made themselves at home. Still, it feels strange to hear about the borders closing, knowing that our families are in different countries. 
What will the next weeks look like?

We assume that Habibi.Works is going to remain closed for much longer than the initially announced two weeks. Visits and involvements of new team members for March and April have been postponed. Team members whose time with us would have come to an end within the next couple of weeks left the country before travels were restricted. Team members who just came back from trips and travels to their base here in Greece have self isolated in order not to put the rest of the team and others at risk. In Ioannina, the nearby city, the first two cases of the virus were confirmed last week. Some regions of the country, especially some of the islands, are already in a complete lock down.  
One of the biggest questions these days is the question how to contribute to the situation in a positive yet safe way, referring to both, the well-being of the people in camp and the local population. Habibi.Works can count on a huge team, on site and in other countries, on technical equipment and lots and lots of know-how. As soon as the changes and disruption of the past days have settled, we are determined to re-invent our mode of operation as per usual, and come up with some resourceful ideas. Some of them might be implemented online, some could offer creative solutions for current daily life challenges, some could even include motivated supporters abroad, thanks to modern technology... If you are interested, check out our Facebook page: We are going to start sharing inspiring, intriguing or funny stories from the last years and interviews from the current days there. You can visit the page even if you don't have a Facebook account. 
It is to be expected that the pandemic will not only affect society on the very tangible, essential level of health, but also on an economic level. Also this aspect has to be kept in mind against the background of the humanitarian crisis in Greece. According to numbers of UNHCR, there are more than 115.000 refugees in Greece these days. In case smaller and medium size non-profit organisations have to give up, devastating consequences would hit tens of thousands of people. The situation in the country has reached new low points of absurdity and violence in the last couple of weeks. It is hard to grasp what happened here in the month of March: within only one month, the disastrous situation and the human right violations at the Turkish - Greek border came together with the pandemic of Covid-19, social projects and vehicles of NGOs have burned on Lesvos, NGO workers have been attacked by right-wing radicals, while social actors promoting solidarity are going to be more needed than ever during - and especially after- the pandemic. We will keep you updated about the developments and hope you stay with us, you stay interested and involved. 
Now, it is time to lean back and enjoy a little tour through the brighter sides of the last three months. Here you go. 
January – March 2020 – New Beginnings within the Team and within the Project
 
During the last months of 2019 and January 2020, six out of ten team members who had been here for one, two or three years left the project on site. The work, as diverse and meaningful as it is, is also exhausting and similarly to other fields of work, people take steps towards new locations and new challenges. At this point a huge, whole-hearted thank you to you, Thomas, Kiki, Saad, Jannike, Iman and Elske. You have dedicated an impressive part of your life to this project and it could never have grown in this wonderful, unique way without you!

Most of the team members who started the next chapter of their lives remain to be closely connected to the team in Katsikas and are involved in tasks and projects. Nevertheless, it became clear last year already that a new team of committed persons would need to be build up in 2020. Get to know the four new team members who dedicate at least six months to Habibi.Works: 
Mary has been accompanying the project since the end of January, is mostly involved in the creative atelier and support in the fields of coordination, fundraising and project management.
 
Oriol took over the supervision of our bike repair station and dedicates a part of his time to some steps within the process of accounting.

Charles joined the team last year in November to share his skills as carpenter in the wood workshop - the initially targeted three weeks of his stay turned into five months.
 
Annika runs the creative atelier and is getting more and more involved with tasks in the area of fundraising and coordination.
 
Together with Nadia, who ran the sewing atelier up to the point Habibi.Works closed its doors for a while, Eva, who has been in charge of the kitchen and of "Greek outreach" for the last six months, Joram, who runs the Media Lab and the educational program Science Wednesday, Tobi, who is busy with the supervision of the metal workshop, logistics and maintenance work and me, covering the areas of responsibility in project management, team management, fundraising and communication, they form the nine-headed team of Habibi.Works. 
The team in January, between the old constellation and the new. 
Not only the team has undergone changes, also the mode of operation of the makerspace has. As announced in the last newsletter, the "open working time" was complemented with guided trainings, workshops and courses. The addition of the more structured moments of the working week has - for all that can be said so far - an enrichment. But it does require a mindshift and a new level of commitment, as well as humour and patience on all sides. During the first two and a half months of this year, beautiful and brilliant workshops have been offered. Here you can see some impressions. 
Special Projects in January, February and March
 
The Rolling Cinema: Right at the beginning of 2020, the young initiative The Rolling Cinema visited Habibi.Works to show movies and implement workshops.

A Roof for the Bike Station: Together with inhabitants of the camp, a small roof has been constructed as an outdoor working area, complementing the bike repair station. 

The Pergola: Ioannina is located in one of the most rainy regions of Greece. At the same time, the summers get incredibly hot. To ensure that makers can make music, have a chat or a brainstorm session without disturbing others even by rain and heat, a roof is being set up on eight strong legs these days. We call it The Pergola.  

Stay strong, stay at home (if possible) and stay healthy! We are looking forward to hearing from you! 

Warm regards, 

Mimi und das Soup and Socks - Team
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